Zukunft auf zwei Rädern

Juni 2016 | Capital | Mobilität der Zukunft

Zukunft auf zwei Rädern

Interview mit Thomas Herzog; Geschäftsführer und Mitbegründer Pendix GmbH

Thomas Herzog; Geschäftsführer und Mitbegründer Pendix GmbH
Pendix GmbH / Unternehmensbeitrag

In urbanen Ballungsräumen ist Platz Mangelware. Sind Zweiräder deshalb das Verkehrsmittel der Zukunft? 

 

Herr Herzog, Sie rüsten herkömmliche Fahrräder über den Fachhandel mit Elektroantrieben aus. Wie groß ist die Nachfrage?

 

Es gibt bereits 2,1 Millionen E-Bikes in Deutschland und die Nachrüstung herkömmlicher Fahrräder mit Elektroantrieben wird immer beliebter – auch deshalb, weil wir mit unserem Pendix-Antrieb nun ein ausgereiftes Modell auf den Markt gebracht haben, das sich für eine Vielzahl von Rädern eignet und von unabhängigen Prüfinstituten im Hinblick auf Sicherheit und Qualität getestet wurde. Damit ist das Nachrüsten vom Mountainbike bis zum Klapp-rad durch den geschulten Fachhändler kein Problem mehr. 

 

Verändern elektrisch angetriebene Fahrräder die Mobilität?

 

Wir glauben schon. Gerade in großen Städten ist das begrenzte Raumangebot ein echtes Problem. Fahrräder mit Elektroantrieb könnten hier eine Lösung sein. Vor allem auch deshalb, weil sie sich ideal mit anderen Verkehrsmitteln kombinieren lassen. 

 

Wie könnte eine solche Kombination aussehen?

 

Unser Pendix-Antrieb ist so konzipiert, dass sich knapp 80 Prozent der heutigen Räder nachrüsten lassen. Das heißt, auch leichte Klapp- oder Falträder können ganz einfach zum E-Bike werden. Dann könnten Sie beispielsweise mit dem Zug oder dem Auto weitere Strecken überbrücken, um dann die Innenstädte mit dem Rad zu erkunden. 

 

Vorausgesetzt, das Wetter spielt mit.

 

Das stimmt natürlich, die Wetterkomponente lässt sich beim Fahrrad nicht wegdiskutieren. Allerdings stehen wir auch erst am Anfang der E-Bike Bewegung. Wir glauben, dass sich auch für diese Herausforderung einfache Lösungen durch neuartige Mobilitätskonzepte finden lassen, wenn das Thema erst einmal an Dynamik gewinnt.

 

Was braucht es für mehr Dynamik?

 

Wenn Sie einmal in Richtung Kopenhagen oder Amsterdam schauen, dann sehen Sie, dass wir hierzulande noch deutlich in die Fahrradinfrastruktur, beispielsweise Radschnellwege, investieren müssen. Wie schnell uns das gelingt, hängt natürlich auch davon ab, wie stark sich Politik, Länder und Kommunen für das Thema engagieren. Wir rechnen ganz realistisch mit weiteren zehn Jahren, bevor die Zweiräder die Innenstädte vollends erobern.

 

Liegt das auch am bisherigen Preis der E-Bikes?

 

In erster Linie liegt es sicherlich an der fehlenden Infrastruktur. Es stimmt allerdings auch, dass E-Bikes noch immer deutlich teurer sind. Wir glauben aber, dass wir mit unserer Lösung „Made in Germany“ hier gut aufgestellt sind, dies zu ändern. Denn zum einen bieten wir eine nachhaltige Lösung, die bestehende Fahrräder integriert. Und zum anderen liegen wir preislich für die Nachrüstung eines Pendix-Antriebs deutlich unter dem durchschnittlichen Preis eines guten E-Bikes. 

 

www.pendix.de