Digitalisierung beginnt im Kleinen und endet groß

Juli 2018 | Handelsblatt | Innovation 4.0

Digitalisierung beginnt im Kleinen und endet groß

Innovation, Transformation, Disruption: Der Druck auf Unternehmen, sich im internationalen Wettbewerb durch den Einsatz von Technologie und Digitalisierung grundlegend zu wandeln, ist hoch. Aber wo genau fängt die digitale Transformation an? Wie geht In

Für die Porr AG sind mit dem neuen Flottenmanagement- und Asset-Tracking-System Robusto von A1 Digital Prozesse und Arbeitsabläufe im Außendienst transparenter und besser planbar.
A1 Digital / Beitrag

„Es ist der technologische Fortschritt, der neue Produkte und neue Produktionstechniken entstehen lässt und Wirtschaftswachstum möglich macht“, schreibt der Ökonom Tyler Cowen den Unternehmen ins Stammbuch. „Ohne technologische Veränderung entsteht kein Wachstum.“ Das war schon in der Vergangenheit so, aber es gilt heute in noch viel höherem Maße. Ein Blick auf die wertvollsten Unternehmen der Welt beweist das: Die Top-5 – Apple, Alphabet mit Google, Microsoft, Amazon und Facebook – sind allesamt Konzerne mit digitalen Geschäftsmodellen.

Kleine und mittelständische Unternehmen mit einer langen Tradition streben nur selten nach der Weltherrschaft, sondern wollen einfach in ihrer Branche und gegenüber ihren Mitbewerbern konkurrenzfähig bleiben und ihr eigenes Geschäft mit den Mitteln und Möglichkeiten der Digitalisierung voranbringen.

Porr AG: Fuhrparkmanagement für mehr Effizienz und digitale Exzellenz

Der Diebstahl von Baumaschinen und -teilen ist ein echtes Problem für die Branche, die darüber jährlich Verluste in mehrfacher Millionenhöhe zu beklagen hat. Ein anderes Manko ist die fehlende Übersicht darüber, wo genau sich die noch vorhandenen Baumaschinen und Fahrzeuge befinden und wie genau sie eingesetzt werden.

Bei der Porr AG aus Wien wirkte sich das genauso aus, wie bei jedem anderen Unternehmen der Branche: Wartungszyklen mit erhöhter Wartungskoordination und großem manuellen Aufwand – und in der Summe hohe Wartungskosten und unzureichende Transparenz über die Einsatzzeiten der teuren Gerätschaften.

Mit Innovationen kennt sich die Porr aus; 1869 als Allgemeine österreichische Baugesellschaft in Wien gegründet, sorgte das Unternehmen bereits zu Beginn des 20. Jahrhunderts durch die Erfindungen des Zivilingenieurs und Namensgebers Arthur Porr für einen entscheidenden Durchbruch in der Verwendung eines neuen Baustoffs: Beton. Seit 2013 international als Porr AG unterwegs, stehen in der Projektliste zahlreiche ikonografische Bauwerke, darunter die UNO City in Wien, das neue Zalando Headquarter in Berlin, aber auch der Südflügel von Schloss Wittenberg.

„Mit neuen Technologien“, weiß man bei der Porr, „können wir Bauvorhaben schneller, effizienter, kostengünstiger und vor allem transparenter realisieren.“

Digitalisierung des Fuhrpark-Managements

Eine der Wegmarken auf dieser Strecke ist die Digitalisierung des Fuhrpark-Managements mit dem Flottenmanagement- und Asset-Tracking-System Robusto von A1 Digital. Das Telematik-Informationssystem funktioniert als Zusammenspiel aus widerstandsfähiger Hardware mit integrierten Sensoren und GPS-Empfängern, der Übertragung der Telemetrie-Daten über in Fahrzeugen und Maschinen verbaute M2M-SIM-Karten („Machine-to-Machine“) und einer für die Verarbeitung der Daten zuständigen Backend-Applikation. In dieser Konstellation liefert das System laufende Statusinformationen über das Mobilfunknetz an das Rechenzentrum. Die daraus gewonnenen Daten über Betriebszeiten, Position und Art der Verwendung werden in das Enterprise Resource Planning (ERP) System integriert.

Mit der Einführung des Systems werden Prozesse und Arbeitsabläufe im Außendienst transparenter und besser planbar. Auslastungsgrad und Wartungszustände werden früh erkannt, so dass sich ungeplante Standzeiten und die damit verbundenen Kosten reduzieren lassen. Schließlich verhindert die Lösung über das Echtzeit-Tracking von Assets auch möglichen Missbrauch und Diebstahl der Geräte.

Und weil Digitalisierung kein einmaliger, sondern ein das ganze Unternehmen umfassender Prozess ist, begann er auch bei der Porr im Kleinen und ganz praktisch: Die Einführung startete mit einem Pilotprojekt für 100 Fahrzeuge, bevor es an 30 Standorten in Österreich, Deutschland und Tschechien für mittlerweile 5.900 Fahrzeuge des Unternehmens ausgerollt wurde.

Digitale Innovation beginnt im Kleinen, verändert aber das ganze Unternehmen

Es ist wichtig zu wissen, dass solche innovativen Projekte über ihren unmittelbaren Nutzen hinaus auch strategische Bedeutung für Unternehmen jeder Größe haben:

•    Durch die Vernetzung von Assets, Fahrzeugen und Maschinen erzeugen Unternehmen wertvolle Daten, die in einer durchgehend digitalisierten Prozesskette gewinnbringend (und kostensparend) genutzt werden können. Daten gelten nicht von ungefähr als der Treibstoff der digitalen Transformation. Wer sie zu nutzen versteht, schafft damit die wichtigsten Voraussetzungen für zukünftigen Geschäftserfolg.

•    Über jedes noch so kleine und überschaubare Digitalisierungsprojekt verändern und optimieren Unternehmen ihre Prozesslandschaft und gehen so einen konkreten Schritt weiter in Richtung ihrer eigenen digitalen Transformation.

•    Schließlich begünstigt die in jedem erfolgreichen Einzelprojekt gewonnene Effizienz die Geburt neuer innovativen Projekte: Sie setzt die dafür notwendigen Mittel frei und schafft im Sinne einer iterativen Evolution die Voraussetzungen für den jeweils nächsten Schritt auf dem Weg zur Digitalisierung.

•    Digitale Technologien arbeiten immer Hand in Hand: So können erfasste Daten analysiert werden und durch neue Themen wie Machine Learning wird die Möglichkeit geschaffen, Wartungsintervalle zu optimieren.

 


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