Fit im Kopf

Juni 2020 | Die Zeit | Gesundheit & Volkskrankheiten

Fit im Kopf

Ein geistig und körperlich aktives Leben wirkt sich positiv auf unser Gehirn aus. Wie genau das aussehen kann, verrät Dr. med. Markus Moser vom Helios Prevention Center Berlin.

Dr. med. Markus Peter Moser, Facharzt für Innere Medizin, Kardiologie, Anästhesiologie und Notfallmedizin Helios Prevention Center Berlin
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Mens sana in corpore sano – ein gesunder Geist in einem gesunden Körper, wer wünscht sich das nicht? Die gute Nachricht: „Wir können eine Menge dazu beitragen“, sagt Dr. med. Markus Moser, Präventionsexperte am Helios Prevention Center in Berlin: „Sport, Ernährung, eine innere Balance aber auch die umfassende medizinische Betreuung sind tragende Säulen der Präventionsmedizin. Wer Strategien für gesundheitsbewusstes Verhalten in seinen Alltag integriert, verringert das Risiko, zu erkranken, deutlich.“


Gelungene Präventionsmedizin bedeutet also, dass der Mensch ganzheitlich im Fokus steht, eine Vielzahl an Faktoren berücksichtigt wird und auch der Austausch zwischen Arzt und Patient intensiv ist. Denn nur so werden neue Zusammenhänge überhaupt erfasst. Insbesondere für unsere Konzentration und unser Gedächtnis können wir eine Menge tun, unterstreicht Dr. Moser: „Es gibt vier praktische Tipps, die jeder leicht in seinen Alltag integrieren kann und die sich positiv auf unsere grauen Zellen auswirken: Achtsamkeit, Ernährung, Stimulation sowie regelmäßige Check-ups beim Arzt.“


Vor allem die sogenannte Achtsamkeitsmeditation hat nachweislich positive Effekte auf Gehirn, Aufmerksamkeit und Konzentrationsvermögen. „Studien zeigen, dass sich bereits nach drei Monaten regelmäßiger Meditationspraxis positive Effekte einstellen. Dabei reichen zehn bis 20 Minuten täglich aus“, betont Dr. Moser. Mindestens genauso effektiv sei die richtige Ernährung. Durch sie lasse sich die Leistung unseres Gehirns optimieren, womit wir langfristig Erkrankungen wie Alzheimer oder Demenz vorbeugen können.


Auch wichtig: Viel und regelmäßig (Wasser) trinken. Denn unser Gehirn besteht zu 75 Prozent aus Wasser. Bei einer Dehydration wird auch die Hirnaktivität schlechter. Dr. Moser empfiehlt täglich mindestens 1,5 Liter Wasser oder ungesüßte Tees.


Ernährungstechnisch kann man auch einiges tun: bei Kohlenhydraten z.B. sollten wir bei den komplexen, also langkettigen Varianten zugreifen. Das sind beispielsweise Vollkornprodukte, Gemüse und Obst. Sie werden im Körper langsamer zu Glukose abgebaut. „Omega-3-Fettsäuren sind zudem lebenswichtig für die Hirnaktivität und sollten regelmäßig auf dem Speiseplan stehen“, führt Moser weiter aus. Er rät außerdem dazu, auch die Eisenwerte regelmäßig im Blick zu haben, da sie für viele Vorgänge des Hirnstoffwechsels wichtig sind.


„In unseren Check-ups führen wir aus diesem Grund einen intensiven Lifestyle-Check mit ausführlicher Lebensstil-& Ernährungs-Anamnese durch. In ausführlichen Beratungen besprechen wir dann neben den Ergebnissen der medizinischen Checks auch alle erhobenen Laborwerte, um schon früh Tendenzen zu erkennen und Fehlernährung und Vitaminmängeln vorzubeugen.“


Zu guter Letzt will unser Gehirn natürlich auch mit „geistiger Nahrung“ gefüttert werden. „Lesen Sie, lernen Sie Neues, bleiben Sie agil und pflegen Sie soziale Kontakte“, betont Moser zum Abschluss. „Wer viel zu wenig sozialen Austausch hat, hat ein doppelt so hohes Alzheimer-Risiko.“
 


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