Herr Szpyt, Sie haben mit bett1 den Matratzenmarkt aufgemischt und ein vermeintliches Luxusgut demokratisiert. Was bedeutet für Sie heute „Erholung zuhause“?
Erholung beginnt für mich mit einer Sache, die oft unterschätzt wird: gutem Schlaf. Gerade in einer Zeit, in der Themen wie Longevity, Gesundheit und Selbstoptimierung immer wichtiger werden, lohnt es sich, den Blick auf die Grundlage all dessen zu richten. Denn egal, wie bewusst wir leben – wenn wir morgens erschöpft aufwachen, fehlt uns die Basis für einen guten Tag. Deshalb stelle ich mir eine ganz einfache Frage: Wie fühle ich mich am Morgen? Die Antwort darauf sagt oft mehr über unsere Lebensqualität aus als viele andere Faktoren.
Wie kann man die eigene Schlafsituation ganz konkret verbessern?
Zunächst, indem man auf den eigenen Körper hört und beobachtet, was sich nach einer Nacht wirklich gut anfühlt. Es ist völlig normal, sich im Schlaf zu bewegen – das kann bis zu 60 Mal pro Nacht vorkommen. Entscheidend ist, dass die Matratze den Körper während dieser Bewegungen optimal unterstützt und damit die Tiefschlafphasen fördert. Gute Schlafqualität entsteht durch das Zusammenspiel von Komfort, Unterstützung und individuellen Bedürfnissen.
Selfcare ist ein Modewort geworden. Wie definieren Sie Selfcare im Alltag?
Selfcare ist ein sehr umfassender Begriff und wird von jedem Menschen unterschiedlich interpretiert. Für mich beginnt Selfcare jedoch in der Nacht. Wer dauerhaft zu wenig oder schlecht schläft, dem fällt der Alltag deutlich schwerer. Deshalb sollten wir unserem Schlaf viel mehr Aufmerksamkeit schenken – er ist die Grundlage für körperliches und mentales Wohlbefinden.
Wie gestaltet man einen Schlafraum, der diese Haltung unterstützt?
Ein Schlafraum muss aus meiner Sicht zuerst für den Körper funktionieren und erst danach für Fotos. Die Basis bildet eine Matratze, die ihre Eigenschaften über viele Jahre hinweg behält und für unterschiedliche Menschen geeignet ist. Deshalb setzen wir auf langlebige Schäume, hohe Atmungsaktivität und pflegeleichte Bezüge. Wenn dieses Fundament stimmt, können Textilien, Farben und Licht die Atmosphäre zusätzlich positiv beeinflussen.
Welche Rolle spielen Routinen für mehr Wohlbefinden?
Ich glaube nicht an Wundermittel, aber an gute Gewohnheiten. Viele Menschen profitieren von festen Abendroutinen: ähnliche Schlafenszeiten, weniger Reizüberflutung und ein vertrautes Umfeld. Unsere Matratzen und Kissen sind darauf ausgelegt, eine konstant gute Schlafumgebung zu schaffen. Sie bilden den Rahmen – alles Weitere gestalten die Menschen selbst.
Sie sagen: „Luxus für 199 Euro, das ist unser Thema.“ Wie passt das zu Innovation und Nachhaltigkeit?
Für mich bedeutet Luxus vor allem außergewöhnliche Qualität zu einem Preis, den sich viele Menschen leisten können. Deshalb investieren wir konsequent in Materialien, Produktentwicklung und Qualitätssicherung. Unsere Lieferketten halten wir bewusst kurz, und unser Hightech-Matratzenschaum ist 100 Prozent made in Germany; daraus wird die BODYGUARD® Matratze – selbstverständlich auch in Deutschland – produziert. Dadurch behalten wir die volle Kontrolle über die Qualität unserer Produkte. Luxus für alle Konsumentinnen und Konsumenten – das bleibt eines unserer wichtigsten Ziele.
Viele denken zuerst an Design, wenn es um Komfort im Wohnumfeld geht. Wie sehen Sie das?
Zusätzlicher Komfort kann oft ganz einfach entstehen. Unsere BODYGUARD® Boxspring Matratze ist aus unserem Bestseller, der BODYGUARD® Anti-Kartell-Matratze, hervorgegangen und übernimmt deren bewährte Eigenschaften. Gleichzeitig ist sie zehn Zentimeter höher und erreicht eine Gesamthöhe von 28 Zentimetern. Dadurch eignet sie sich ideal für Boxspringbetten. Die Matratze besteht vollständig aus Schaumstoff und kommt ohne Metallfedern aus. So können Verbraucherinnen und Verbraucher selbst im Boxspringbett bei der Matratze auf Metall verzichten.
bett1.de
Adam Szpyt, Gründer und Geschäftsführer Bett1.de