Was passiert im Gehirn von Menschen mit Parkinson?
Bei Morbus Parkinson sterben Nervenzellen in der Substantia nigra ab – einer tiefen Region im Stammhirn, die für die Produktion von Dopamin zuständig ist. Dieser Botenstoff sorgt normalerweise dafür, dass Bewegungen flüssig und automatisch ablaufen. Fehlt Dopamin, werden Bewegungen langsam, starr und zittrig. Auch Denken, Motivation und Emotionen verändern sich, denn Dopamin spielt in vielen Hirnarealen eine Rolle. Wenn die Krankheit erkannt wird, sind bereits mehr als die Hälfte der dopaminbildenden Zellen verloren. Erste Symptome können sich aber schon Jahre vorher zeigen – etwa Schlafstörungen, Verstopfung oder Riechverlust.
Was bedeutet das sogenannte On-Off-Phänomen?
Levodopa, kurz L-Dopa, ist nach wie vor das wichtigste Medikament, um den Dopaminmangel auszugleichen. In den ersten Jahren wirkt es gleichmäßig und zuverlässig. Doch mit der Zeit verliert das Gehirn die Fähigkeit, den Wirkstoff zu speichern. Die Wirkung hängt dann stark davon ab, wann die Tabletten eingenommen werden oder was man gegessen hat. Betroffene erleben plötzliche Wechsel zwischen beweglichen „On“-Phasen und starren „Off“-Phasen. Diese Wirkungsschwankungen sind für viele Patientinnen und Patienten das belastendste Symptom im Krankheitsverlauf.
Wie unterstützt die Schön Klinik München Schwabing Betroffene heute?
In der Schön Klinik München Schwabing arbeiten wir interdisziplinär: Neurologie, Physiotherapie, Logopädie und Ergotherapie greifen ineinander. Wir passen die Medikation individuell an und setzen bei Bedarf moderne Pumpensysteme ein, die den Wirkstoff kontinuierlich abgeben. Bei ausgeprägten Schwankungen kann auch eine Tiefenhirnstimulation helfen. Spezielles Training kann den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen. Entscheidend ist, dass Patientinnen und Patienten aktiv mitarbeiten und lernen, ihre Krankheit zu verstehen – damit sie trotz Parkinson möglichst selbstbestimmt leben können.
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