Wie Autisten IT Projekte bereichern

November 2019 | Wirtschaftswoche | Economy 4.0

Wie Autisten IT Projekte bereichern

Beitrag der auticon GmbH

Dieter Hahn, Heike Gramkow und Ralph Metzroth, auticon GmbH
Auticon GmbH / Unternehmensbeitrag

Über 82.000 IT-Stellen blieben im Jahr 2018 in Deutschland unbesetzt. Dieser Fachkräftemangel sowie die große IT-Herausforderungen unserer Zeit bewegen viele Unternehmen dazu, sich mit neuen Ansätzen bei der Zusammenstellung von IT-Projektteams zu befassen. Oft wissen sie aber nicht, wie sie in heterogenen Gruppen den Ansprüchen Einzelner gerecht werden können. Genau das zeigt ihnen auticon: Der IT-Dienstleister hat sein Geschäftsmodell so gestaltet, dass die Umsetzung seiner Services in Bereichen wie Softwareentwicklung, Datenanalyse, Testautomatisierung, Compliance oder Migration ausschließlich von IT-Spezialisten übernommen wird, die als Autisten diagnostiziert wurden. Diese „besondere“ Zusammenarbeit kann nicht nur brennende IT-Probleme lösen, sondern auch IT-Projektteams davon überzeugen, dass Kollegen mit anderen Denk- und Arbeitsweisen eine generelle Bereicherung sind.


Autisten verfügen über besondere kognitive Fähigkeiten, IT-Skills und Spezialisierungen, durch die IT-Projekte mit hoher Qualität und Performance umgesetzt werden können. Dennoch sind nur etwa 15 Prozent von ihnen im ersten Arbeitsmarkt. Schwächen in der sozialen Interaktion lassen sie oft schon im Bewerbungsprozess scheitern, Reizüberflutung – etwa durch Hintergrundgeräusche oder grelles Licht – verursachen im Arbeitsalltag oft Stress. auticon bietet Autisten genau den nötigen Rahmen, um ihre Fähigkeiten voll zu entfalten und die Teams der Kunden für die Dauer des Projekts zu unterstützen, oft vor Ort. Job Coaches bereiten sie und die Auftraggeber auf die Zusammenarbeit vor, erklären den Auftraggebern, was Autismus ist und wie sie dem Kollegen auf Zeit begegnen können. Projektmanager übernehmen die Kommunikation und Organisation. Und die Autisten begeistern durch ihre strukturierte Arbeitsweise, Logik, Detailgenauigkeit und hohe Konzentration. Sie betrachten Probleme aus einer ganz neuen Perspektive, finden durch ihr „Querdenken“ Ansätze, auf die die Projektteams alleine nie gekommen wären, und sind so eine wertvolle Ergänzung der Teams.

 

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