Überall ist von Digitalisierung die Rede – aber beim Bezahlen hakt es vielerorts noch. Warum tut sich Deutschland gerade in diesem Bereich so schwer?
Wir sind ein Land, das lange sehr gut mit Bargeld funktioniert hat – das hat uns in gewisser Weise „träge“ gemacht. Während andere Länder digitale Infrastrukturen früh konsequent ausgebaut haben, hat Deutschland das Thema Payment oft als Nebensache behandelt. Doch die Welt um uns herum ändert sich rasant: Die Kunden erwarten schnelle, sichere, nahtlose Zahlungsmethoden. Und Unternehmen, ob Händler, Gastronomie oder Dienstleister, merken, dass sie ohne moderne Payment-Lösungen Zeit, Umsatz und vor allem Effizienz verlieren. Kurz gesagt: Deutschland muss digitaler werden – und zwar lieber heute als morgen.
Welche Rolle spielt die Commerz Globalpay in diesem Wandel?
Payment ist der Motor jedes Geschäfts – wenn es beim Zahlungsfluss hakt, hakt das gesamte Geschäft und genau hier setzen wir an.
Wir helfen Unternehmen dabei, ob Händler, Gastronomie, Dienstleister oder E-Commerce, den Schritt in moderne, digitale Bezahlprozesse zu gehen. Von einfachen Kartenterminals über mobile Kassenlösungen bis hin zu Unified Commerce-Setups, bei denen Online-Shop, stationärer Handel, Apps und Social Commerce über eine zentrale Plattform gesteuert werden können. Ein wichtiger Hebel ist dabei unsere enge Partnerschaft mit der Commerzbank. Sie ermöglicht uns Reichweite, Vertrauen und Nähe zum Mittelstand und wir liefern als Commerz Globalpay GmbH die Technologie dazu. Mit der Initiative „Deutschland zahlt digital“ schaffen wir zusätzlich einen besonders einfachen und schnellen Zugang zum digitalen Bezahlen, gerade für kleine und mittelständische Unternehmen, die bisher gezögert haben.
Viele Händler, besonders KMU, haben weiterhin Sorge vor Kosten, Komplexität und Aufwand. Warum diese Skepsis?
Weil digitale Payment-Infrastruktur historisch als großes IT-Projekt wahrgenommen wurde. Dabei ist die Realität heute eine völlig andere.
Moderne Lösungen sind intuitiv, flexibel und schnell einsatzbereit. Ein kleiner Betrieb kann innerhalb von 24 Stunden starten ohne große Investition und ohne komplizierte Integration. Die meisten Unternehmen erleben den Mehrwert schon nach wenigen Tagen: schnellere Abläufe, weniger Fehler, weniger manueller Aufwand, bessere Planbarkeit und spürbar zufriedenere Kundschaft. Oft ist also nicht die Technik das Problem, sondern das Bild im Kopf der Händler. Genau da setzen wir mit Aufklärung und einfachen Einstiegsmodellen an.
Was ändert sich konkret für Händler, die auf digitale Payment-Lösungen umstellen?
Wer „digital geht“, für den ändert sich jede Menge – hier ein Beispiel aus der Praxis: Ein Händler, der bislang überwiegend Bargeld annimmt, braucht für jede Transaktion mehr Zeit. Geld zählen, Wechselgeld checken, Tagesabschluss erstellen – all das bindet Ressourcen. Digitale Zahlungen sind hingegen schneller, sicherer und deutlich transparenter.
Zudem haben sich die Kundenerwartungen in den letzten Jahren massiv verändert: Laut aktueller Studien zahlt die Mehrheit am liebsten digital und jede fünfte Person unter 35 Jahren hat ohnehin gar kein Bargeld mehr dabei. Wer hier kein Angebot hat, riskiert reale Umsatzverluste.
Ein weiteres Plus: Digitale Zahlungen erzeugen Daten – und Daten schaffen Klarheit. Händler erhalten auf diese Weise transparent wertvolle Insights zu Umsatzspitzen, Stoßzeiten oder zum Kaufverhalten. Dies ermöglicht eine viel bessere Planung, sorgt für effizientere Personaleinsätze und erleichtert strategische Entscheidungen – denn wer seine Zahlen kennt, steuert sein Geschäft anders.
Die Bundesregierung plant im neuen Jahr eine digitale Zahlungspflicht. Wie schätzen Sie diese Entwicklung ein?
Als Chance und nicht als Belastung. Die Pflicht bedeutet, dass jedes Unternehmen mindestens eine digitale Zahlart anbieten muss. Das klingt zunächst nach Regulierung, ist aber vor allem eines: ein Beschleuniger für dringend notwendige Modernisierung und Digitalisierung.
Der Schritt schafft Klarheit im Markt, faire Rahmenbedingungen und sorgt dafür, dass Deutschland im europäischen Vergleich nicht weiter zurückfällt. Und wichtig: Niemand muss dafür komplexe Systeme einführen. Ein einfaches Terminal oder eine mobile POS-Lösung erfüllt die Anforderungen vollkommen.
Wenn Sie über Deutschlands digitale Zukunft nachdenken – was ist aus Ihrer Sicht entscheidend?
Mut, Tempo und Pragmatismus. Wir haben beim Bezahlen viel aufzuholen, aber wir haben gleichzeitig enorme Chancen: Digitale Payment-Prozesse sind heute kein „Nice-to-have“ mehr – sie sind zentral für Effizienz, Kundenorientierung und nachhaltiges Wachstum. Für den Mittelstand heißt das: Wer heute in moderne Bezahlverfahren investiert, verschafft sich einen klaren Vorteil, entlastet Teams und legt die Basis für ein zukunftsfähiges Geschäftsmodell.
Wir als Commerz Globalpay verstehen uns genau hier als Partner: Wir möchten Digitalisierung greifbar machen – mit einfachen Lösungen, transparenten Kosten und echter Nähe zu den Unternehmerinnen und Unternehmern.
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