Bürokratieabbau jetzt, für mehr Investitionsklima!

 Thomas Keiser, Geschäftsführer des IKW: Deutschlands Zukunft braucht mehr Innovation und gesellschaftlichen Zusammenhalt

Thomas Keiser, Geschäftsführer des IKW – Industrieverband für Körperpflege- und Waschmittel e.V.
Thomas Keiser, Geschäftsführer des IKW – Industrieverband für Körperpflege- und Waschmittel e.V.
IKW Beitrag

Kaum ein Wirtschaftszweig ist den Menschen näher als die Schönheits- und Haushaltspflegebranche, die wir im IKW – Industrieverband für Körperpflege- und Waschmittel – vertreten. Jede und jeder startet mit Zahnpasta und einem strahlenden Lächeln oder mit Waschmittel und einem wohligen Sauberkeitsgefühl in den Tag. Die Alltagshelfer sind mehr als Konsumgüter. Sie geben Sicherheit und Lebensqualität. Gleichzeitig stehen sie für eine Industrie, die Innovationskraft, Stabilität und gesellschaftliche Verantwortung in Deutschland vereint – und die seit 2019 stetig wächst.

Aber: Die Branche kämpft mit Überregulierung. Laut der aktuellen Marktstudie von Roland Berger im Auftrag des IKW sind 90 Prozent der Betriebe durch deutsche und europäische Vorgaben stark belastet. Unternehmen stellen Personal ein, das sich um die Bürokratie kümmert. Die Umsetzung der Vorgaben kostet bis zu 250.000 Euro pro Fall. Mittlerweile denken 40 Prozent an Verlagerung von Aktivitäten ins Ausland. Diese Belastungen verhindern Investitionen. Schlechte Nachrichten für den Standort! Denn die bisher krisenfeste Branche ist relevant – nicht nur für die Wirtschaft, sondern auch für die Gesellschaft in Deutschland.
 

©IKW
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BRANCHE ALS STABILISATOR UND INNOVATIONSTREIBER


 Mit 34,6 Milliarden Euro Umsatz und einer Bruttowertschöpfung von 16,2 Milliarden Euro trägt die Branche einen großen Teil zum Wohlstand in der Bundesrepublik bei. Über 1.000 Mittelständler und rund 60 Großkonzerne mit fast 180.000 Arbeitsplätzen in Produktion und Vertrieb bilden den Kern des Wirtschaftszweigs. Und: Die Branche übernimmt Verantwortung, denn die Unternehmen unterstützen z. B. Sportvereine und Bildungseinrichtungen und sind eng mit ihren Standortgemeinden verbunden.

Zugleich sind die IKW-Unternehmen Innovationstreiber: Jedes vierte Produkt ist neu oder erneuert, im Schnitt investieren die Unternehmen 700.000 Euro pro Jahr, um nachhaltige, bezahlbare Lösungen für Verbraucherinnen und Verbraucher zu entwickeln. Gerade in der Corona-Pandemie hat sich gezeigt, wie wichtig diese Leistungsfähigkeit ist: In kürzester Zeit stellten die Firmen die Versorgung mit Seife, Desinfektionsmitteln und Reinigungsprodukten sicher – und bewiesen, dass sie nicht nur ökonomische, sondern auch gesellschaftliche Stabilisatoren sind.
 

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Den Tag der deutschen Einheit nehme ich zum Anlass, um die Relevanz von wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Stabilität für die Zukunft des Landes zu betonen. Die deutsche Wirtschaft braucht regulatorische Voraussetzungen, die Investitionen fördern, statt sie zu hemmen. Die Politik ist aufgefordert, Überregulierung jetzt abzubauen und Investitionssicherheit zu schaffen. Nur dann können die Unternehmen den Standort durch Engagement, Verantwortung und Innovationsfreude voranbringen. Die Schönheits- und Haushaltspflegebranche als starker Wirtschaftszweig mit gesellschaftlicher Verantwortung wird auch künftig in Deutschland investieren – auf Basis verlässlicher Rahmenbedingungen.

www.ikw.org
 

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