Energie- und Mobilitätssysteme werden zunehmend elektrifiziert. Was bedeutet das für Industrie und Infrastruktur – und warum wird Vertrauen dabei immer wichtiger?
Prof. Dr. Salvatore Sternkopf: Batterien und Energiespeicher werden zum Rückgrat der Energiewende. Der Zustand wird heute häufig aus wenigen messbaren Parametern abgeschätzt. Eine verlässliche Analyse ist meist nur im Labor möglich, das ist teuer und für den laufenden Betrieb kaum praktikabel. Fehlendes Zustandswissen führt zu Qualitätsverlusten, unnötigen Wartungen, vorzeitigem Austausch oder Stillständen. Entscheidend sind deshalb präzise Echtzeitdaten direkt im Betrieb. Werden diese Daten zusätzlich vor Manipulation geschützt, entstehen verlässliche Grundlagen für Predictive Maintenance, längere Nutzungszyklen, Second-Life-Konzepte, den EU-Batteriepass und eine effizientere Kreislaufwirtschaft.
Wie lässt sich das genau umsetzen?
Marcel Feldmann: Wir machen den Zustand eines Energiesystems im Betrieb messbar und die Ergebnisse überprüfbar. Dafür verbindet ioncentric präzise Zustandsdiagnostik mit einer sicheren Dateninfrastruktur. Messdaten werden automatisch ausgewertet und kryptografisch abgesichert. So entstehen verlässliche Informationen für Entscheidungen über den gesamten Lebenszyklus.
Wie funktioniert dieser Ansatz?
Feldmann: Zustand und verbleibende Nutzungsdauer lassen sich dokumentieren, ohne sensible Rohdaten offenzulegen. Jedes System erhält eine digitale Identität. Die Echtheit der Informationen lässt sich dadurch eindeutig nachweisen – von der Messung bis zum Austausch von Lebenszyklusdaten.
Was bedeutet das für die Energieund Kreislaufwirtschaft der Zukunft?
Sternkopf: Mit der Elektrifizierung steigen die Anforderungen an präzise und überprüfbare Zustandsdaten. Genau dort setzt die Lösung von ioncentric an. Vertrauen entsteht durch verlässliche Daten – und wird so zu einer zentralen Voraussetzung der Energiewende.
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