Bund, Länder und Netzbetreiber diskutieren über Milliardeninvestitionen in neue Stromleitungen – mit entsprechenden Folgen für Unternehmen und Verbraucher. Tatsächlich muss nicht jede Netzengpass-Situation durch zusätzlichen Netzausbau gelöst werden. SCHOENERGIE zeigt, wie sich mit bereits heute verfügbarer Technologie die vorhandene Netzinfrastruktur wesentlich effizienter nutzen lässt.
Gerade auf der Verteilnetzebene leisten Batteriespeicher einen wichtigen Beitrag: Sie nehmen überschüssigen Strom aus Photovoltaik- und Windkraftanlagen auf, wenn Leitungen oder Umspannwerke an ihre Grenzen stoßen, und speisen ihn zeitversetzt wieder ein. Dadurch lassen sich Lastspitzen glätten, Einspeisespitzen abfangen und bestehende Netzkapazitäten deutlich besser ausnutzen. Netzbetreiber gewinnen zusätzliche Flexibilität, ohne unmittelbar neue Leitungen bauen zu müssen. Gerade Regionen mit starkem Zubau von Photovoltaik- und Windkraftanlagen benötigen diesen Hebel. Netzbildende Batteriespeicher verfügen dabei über einen entscheidenden Vorteil gegenüber herkömmlichen Battery Energy Storage Systems (BESS).
Denn mit dem Umbau des Energiesystems verschwinden physikalische Eigenschaften, die bislang automatisch von großen konventionellen Kraftwerken bereitgestellt wurden. Dazu gehören insbesondere Trägheit und weitere stabilisierende Netzdienstleistungen bis hin zum sogenannten Schwarzstart, der Fähigkeit, das Netz nach einem Blackout wieder „hochzufahren“. Mit dem Projekt SUREVIVE zeigt SCHOENERGIE gemeinsam mit Partnern aus Forschung und Energiewirtschaft, dass netzbildende Speicher in der Lage sind, diese Funktion zu übernehmen. Sie können im Gegensatz zu herkömmlichen BESS, die auf fossile „Taktgeber“ angewiesen sind, aktiv zur Stabilisierung des Stromnetzes beitragen.
Gerd Schöller, CEO von SCHOENERGIE: „Unsere Antwort auf die Fragen der Zukunft darf nicht mehr lauten: ‚Netzausbau oder Speicher‘, sondern ‚Netzausbau und Speicher als integriertes System‘. Leitungen bleiben unverzichtbar. Aber gleichzeitig wäre es volkswirtschaftlich fahrlässig, die Möglichkeiten moderner Batteriespeicher bei der Netzplanung auszublenden.“
Fakt ist: Die Energiewende braucht Netzausbau – aber sie braucht ihn dort, wo er tatsächlich notwendig ist. Intelligente Speicherlösungen helfen dabei, vorhandene Infrastruktur besser auszulasten, Investitionen zu priorisieren und den Ausbaupfad effizienter zu gestalten.
Heute zählt nicht mehr, wie viele Leitungskilometer noch gebaut werden müssen. Sondern wie sich bestehende Technologien so verknüpfen lassen, dass Netzstabilität, Versorgungssicherheit und Bezahlbarkeit gleichermaßen profitieren. Die Diskussion wird in Deutschland häufig noch so geführt, als handele es sich um eine Zukunftstechnologie. SCHOENERGIE beweist jedoch bereits heute, dass netzbildende Speicher ein zentraler Baustein eines Stromsystems sind, das auf erneuerbaren Energien basiert und gleichzeitig Versorgungssicherheit gewährleisten muss.
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Gerd Schöller, CEO von SCHOENERGIE