Smart sein heißt offen sein

Juni 2020 | Wirtschaftswoche | Smart Cities

Smart sein heißt offen sein

Dr. Andrea Rösinger Co-CEO FORCAM, erklärt, wie die Digitalisierung Arbeit und Klimaschutz voranbringt

Die FORCAM Doppelspitze Dr. Andrea Rösinger und Oliver Hoffmann.
Forcam / Anzeige

Digitalisierung macht Unternehmen zukunftsfähig. Sie ist auch für die fertigende Industrie eine große Chance, fit für die Zukunft zu werden.

Digitalisierung ist kein Selbstzweck. Firmen wollen eine Smart Factory, um ihre Produktivität zu steigern und Kosten zu senken. So können selbst in Hochlohnländern wie Deutschland Standorte erhalten oder sogar Produktionsstätten zurückgeholt werden.

Dank digitaler Technologien gelingt es, die Produktivität deutlich zu steigern – zum Teil um mehr als 30 Prozent. Dafür ist es essentiell, offen zu bleiben – beim notwendigen Changeprozess wie auf technologischer Ebene. Produktivitätserfolge können nur gemeinsam mit den Fabrik-Teams erzielt werden. Sie müssen aus- und fortgebildet werden. Bildung ist der Schlüssel für jede digitale Transformation.

Auf technologischer Ebene brauchen Unternehmen Offenheit. Nur wenn ein IT-Rückgrat hochleistungsfähig und flexibel ist, sowohl bestehende als auch neue Anwendungen zu integrieren, können Fabriken kurzfristig effizienter arbeiten und langfristig an den digitalen Service- und Lieferketten der Zukunft teilnehmen.

Wer heute die Weichen für die Fabrik der Zukunft stellen will, für den ist eine offene Plattform-Technologie unerlässlich – ähnlich dem Smartphone, das sämtliche Apps und Lösungen verschiedenster Anbieter integrieren kann.

Offene Plattform-Technologie bringt große Vorteile. Sie ermöglicht beispielsweise Arbeit 4.0: Mitarbeiter können mit vielen marktbekannten Apps wie Outlook oder Trello effizientere Arbeitsabläufe organisieren.

Auch können Fabrik-Teams ihre Nachhaltigkeit deutlich besser managen – vom CO2-Ausstoß bis zum Energieverbrauch. Martin Strehl, Manager für Umwelt, Gesundheit und Sicherheit bei BorgWarner Cooling Systems im baden-württembergischen Markdorf: „Das Energiemonitoring von FORCAM unterstützt unser Energiemanagementsystem nachhaltig. Jede energetische Maßnahme an Produktionsanlagen wird permanent auf Kosteneinsparungen überprüft. So haben wir unsere Energiekosten langfristig im Griff.“

 

»Vorzüge der Digitalisierung deutlicher denn je«

Interview mit Oliver Hoffmann, Co-CEO FORCAM
 

Herr Hoffmann, Stillstände in Fabriken durch die Corona-Krise. Wie geht es weiter?
Die Folgen sind schwer abzuschätzen. Bei aller Verunsicherung: Die Vorzüge der Digitalisierung sind durch die Pandemie auch in der Industrie deutlicher denn je. Daher nutzen viele unserer Kunden die Krise als Chance, Produktion und Prozesse neu aufzustellen.


Was benötigen Unternehmen jetzt?
Es gibt eine Zeit nach Corona. Darin wird digitale datengestützte Fertigung eine zentrale Rolle spielen. Wir sprechen von ‚Data-driven Manufacturing‘: viele Millionen Daten in nutzbare Informationen verwandeln, Big Data zu Smart Data. Die Möglichkeiten des Internets in der Industrie erhalten jetzt einen enormen Schub. In der Ära des industriellen Internets der Dinge, kurz IIoT, tun Unternehmen gut daran, in anpassungs- und hochleistungsfähige IIoT-Plattform-Technologien zu investieren.


Eine flexibles IT-Rückgrat in der Fertigung als Königsweg?
In Verbindung mit einem modernen Changeprozess – ja. In großen Fabriken laufen Anlagen und IT-Systeme im Wert vieler Millionen Euro. Es gilt, diese Investitionen zu schützen und gleichzeitig Innovationen zu ermöglichen. Eine IIoT-Plattform muss bestehende Systeme einbinden und neue nahtlos integrieren können. Die Intelligenz dahinter: ein einheitliches Produktionsdaten-Modell auf einer zentralen Plattform für alle Systeme, alle Prozesse, alle Bereiche – von der Fabrik bis zum Finanzwesen.  


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