Transparenz sichert das Überleben

Wie Unternehmen ihre Lieferketten gegen Risiken und Störungen wappnen

Dr. Ferhat Eryurt Partner, Sales und Business Development Manager,  apsolut
Dr. Ferhat Eryurt Partner, Sales und Business Development Manager, apsolut
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Zahlreiche aktuelle Krisen gefährden die weltweiten Lieferketten – und damit die Existenz von Unternehmen. Wer Lieferrisiken frühzeitig erkennen und minimieren will, braucht zeitnahe Transparenz und eine nahtlos integrierte Einkaufs- und Supply-Chain-Organisation.

Ob nationaler Holz-Notstand oder stockende Chip-Produktion in China: Viele Fertigungsunternehmen haben derzeit mit Nachschubproblemen zu kämpfen, die den gesamten Betriebsablauf lahmlegen können. Da ist gut aufgestellt, wer über eine globale Supply Chain Map mit Echtzeit-Informationen zu sämtlichen Einkaufsquellen, Lieferwegen sowie Bedarfs- und Absatzkapazitäten verfügt.

Hat ein Lieferant einen Engpass oder steigt die Nachfrage, bieten diese Daten eine wertvolle Entscheidungsgrundlage. So können Unternehmen schnell und agil auf veränderte Rahmenbedingungen reagieren und die Resilienz ihrer Lieferkette steigern, die heute zu den wichtigsten Wettbewerbsfaktoren zählt. Die durchgängige Digitalisierung der Einkaufs- und Supply-Chain-Organisation schafft die Voraussetzung dafür.


Umweltschutz und Menschenrechte

 

Dasselbe gilt für das Thema Nachhaltigkeit. Auch hier können Unternehmen mit zeitnahen Informationen aus der Supply Chain Map einen klaren Wettbewerbsvorteil erzielen. Denn es ist nicht nur aufgrund der steigenden regulatorischen Vorgaben – wie das neue Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz (LkSG) – erforderlich, dass die Betriebe ihre Zulieferer zur Nachhaltigkeit verpflichten. Auch die Kunden richten ihre Kaufentscheidungen verstärkt danach aus, ob in den Lieferketten definierte Standards für Umweltschutz, Geschäftsethik, Arbeitsbedingungen und Menschenrechte eingehalten werden.

Alle Talente in einer Pipeline 
 

Immer häufiger gehen Lieferstörungen auch auf den wachsenden Fachkräftemangel zurück. Um sich das nötige Fachwissen zu sichern, sollten Unternehmen in ihre Recruiting-Strategien vermehrt externe Dienstleister, Zeitarbeitskräfte und Freelancer einbinden. Vor allem jüngere Bewerber haben so eine Möglichkeit, in wechselnde Arbeitsumfelder reinzuschnuppern und Berufserfahrung zu sammeln.

Dazu empfiehlt sich für Firmen ein Total Talentmanagement-Ansatz, der alle Recruiting-Prozesse – ob für feste Mitarbeiter oder externe Kräfte – in einer Pipeline integriert und kombiniert. Damit können Unternehmen jederzeit das gesamte Bewerberpotenzial heben und auf die Wünsche der Talente eingehen. Total Talentmanagement ist dann besonders wirksam, wenn es automatisierte Abläufe – von der Ausschreibung über die Vertragsgestaltung bis hin zu Onboarding und Bezahlung– sowie sämtliche vorhandenen Recruiting-Kanäle nutzt, einschließlich interner und externer Plattformen oder Talentpools.

Erfahrener Partner für Transformation
 

Die Schaffung von Transparenz entlang der Supply Chain setzt eine leistungsstarke IT- und Prozesslandschaft voraus, die interne und externe Partner integriert. Mit den Business Transformation Services (BTS) unterstützt apsolut Unternehmen bei der Konzeption und Implementierung der geeigneten Zielarchitektur. Das BTS-Angebot bündelt Erfahrungen aus über 3.000 Einkaufs- und Supply-Chain-Projekten und nutzt die neuesten SAP-Technologien für ein effektives Lieferketten- und Workforce-Management.

www.ap-solut.com/lieferkette2023

 

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