Mobilitätskonzept der Zukunft

INIT bringt den ÖPNV auf das nächste Level
Mit Projekten wie regiomove gestaltet INIT die Zukunft der Mobilität
Mit Projekten wie regiomove gestaltet INIT die Zukunft der Mobilität
init innovation in traffic systems SE Beitrag

Staus, Schadstoff-Emissionen, Verkehrsinfarkt in den Städten. Gleichzeitig ist zunehmender Individualverkehr einer der Hauptverursacher für den Klimawandel. Kein Zweifel, eine schnelle Wende muss her: Die Verkehrsminister aller EU-Staaten haben sich daher zum Ziel gesetzt, die Mobilität in Europa bis 2050 klimaneutral zu gestalten. Sie starteten im Dezember 2020 die „Strategie für nachhaltige und intelligente Mobilität“. Ein Paradigmenwechsel – Investitionen sollen so eingesetzt werden, dass sie den Klimawandel begrenzen und den Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) stärken. Der Schlüssel zum Erfolg liegt in regionalen offenen Mobilitätsplattformen, die alle Mobilitätsdienstleistungen integrieren können. Wie das geht, zeigt das mittlerweile mehrfach preisgekrönte Leuchtturmprojekt regiomove in der Region Mittlerer Oberrhein/Karlsruhe, das INIT, der IT-Spezialist für den öffentlichen Nahverkehr, prägend mitgestaltet hat.


Möglichst viele Mobilitätsangebote miteinander vernetzen, dazu die verschiedenen Verkehrsmittel auch außerhalb des Stadtgebietes bündeln: das war das Ziel für ein aus verschiedensten Unternehmen und Institutionen bestehendes Konsortium beim Start von regiomove im Dezember 2017. Dreieinhalb Jahre später ist es eine weltweit beachtete Erfolgsgeschichte.


Über die speziell entwickelte regiomove-App können Fahrgäste alle Mobilitätsdienstleistungen in der Region Mittlerer Oberrhein planen und buchen. Dazu gehören neben dem ÖPNV die Services von Car- und Bikesharing, in Zukunft sollen Taxis, Shuttles und E-Scooter dazukommen. Nach Auswahl der gewünschten Verbindung, bei der auch Verkehrsmittel gewechselt werden können, erfolgt die Buchung aller dafür benötigten Fahrtberechtigungen direkt aus der App. Bezahlt wird über die bei der Registrierung ausgewählten und hinterlegten Bezahlmedien.


Möglich macht das die Buchungs- und Bezahlplattform von INIT, die mit ihrer ausgeklügelten Konzeption als wegweisend für andere Mobilitätsplattformen gilt. Als weltweit führender Anbieter von integrierten Planungs-, Dispositions-, Telematik- und Ticketinglösungen für Busse und Bahnen unterstützt INIT seit fast 40 Jahren Verkehrsbetriebe dabei, den ÖPNV effizienter, schneller, bequemer und attraktiver für Fahrgäste zu machen.


Die daraus resultierende Expertise ist in das Projekt regiomove eingeflossen. Besonders wertvoll: INITs bewährtes Ticketing-Hintergrundsystem zeichnet sich durch eine offene Systemarchitektur und Mandantenfähigkeit aus und ermöglicht es so, verschiedene Unternehmen, Vertriebskanäle und Ticketmedien einzubeziehen. Offene Programmierschnittstellen – sogenannte APIs – erlauben eine nahtlose Integration der Daten und Systeme der Partner über die ganze Servicekette, wodurch intermodales Reisen erst möglich wird.


Bei intermodalen Buchungsketten müssen die einzelnen Reiseabschnitte aufeinander abgestimmt sein. So müssen zum Beispiel alle Mobilitätsdienstleistungen reserviert werden können, bis feststeht, dass alle Transportmittel einer Reisekette dem Nutzer wirklich zur Verfügung stehen. Erst dann ist die endgültige Buchung sinnvoll. Auch die Buchung wird durch die App für alle Mobilitätsdienste abgewickelt. Der Benutzer muss sich dazu nur einmal angemeldet haben und kann dann auf alle Dienstleis-tungen zugreifen. Ein weiterer echter Mehrwert für die Nutzer der Plattform – in der App werden auch Baustellen und Staus angezeigt und Echtzeitinformation zur Abfahrt der nächsten Bahn oder des Buses zur Verfügung gestellt. Ebenso wichtig für Nutzer von Carsharing-Diensten ist die Anzeige des vorhandenen Parkraums. Daher informiert regiomove auch über die Anzahl der Parkplätze, über Gebühren und sogar Öffnungszeiten der Parkhäuser.


Um das Umland noch besser mit dem Stadtzentrum zu verbinden, werden in 2021 und 2022 in sieben Umlandgemeinden sogenannte Ports gebaut. Dies sind Umsteigestationen, an denen die regiomove-Nutzer komfortabel das Verkehrsmittel wechseln, aber auch zusätzliche Services nutzen können. Der nächste Schritt ist die Vernetzung mit weiteren Mobilitätsplattformen.


«Mit Projekten wie regiomove gestalten wir die Zukunft der Mobilität für Verkehrsunternehmen und Fahrgäste in aller Welt. Wir wollen mit unseren Produkten den ÖPNV in ein vernetztes Mobilitätsangebot einbinden und damit letztlich mehr Menschen zum Umsteigen bewegen», stellt INIT Vorstand Dr. Jürgen Greschner fest.

www.initse.com

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