Richtig verteilen spart Geld

März 2016 | Die Welt | Wohnen der Zukunft

Richtig verteilen spart Geld

Neues Verfahren von Grundfos erleichtert den hydraulischen Abgleich von Heizungsanlagen

GRUNDFOS GMBH / Beitrag

Eine Heizungsanlage bringt in jeden Raum genau die Wärme, die dort gebraucht wird. Theoretisch zumindest. Bei Warmwasserheizungen (dem Normalfall in Deutschland) kann es aber vorkommen, dass manche Heizkörper bei voll geöffnetem Ventil nicht richtig warm werden, während es in anderen Räumen schon viel zu heiß ist. Der Grund: Die Anlage ist hydraulisch nicht abgeglichen. Das heißt der Volumenstrom im Rohrnetz, der die Wärme transportiert, ist an einigen Stellen zu hoch und an anderen zu gering für den Wärmebedarf. Die Folge: Der Heizkessel muss bis zu 20 Prozent mehr Wärmeenergie produzieren als nötig. Hinzu kommen eine schlechte Wärmeverteilung und störende Geräusche in der Anlage.

 

Ein hydraulischer Abgleich zählt deswegen zu den wichtigsten Maßnahmen bei der energetischen Anlagensanierung. Bei För­dermaßnahmen ist er sogar zwingend vorgeschrieben, ebenso bei neuen Anlagen. Trotzdem sind in vier von fünf Wohngebäuden in Deutschland die Heizungsanlagen nicht hydraulisch abgeglichen. Der Grund: Für einen zuverlässigen Abgleich braucht der Installateur genaue Daten zu Heizlast und Rohrnetz. Diese liegen bei Bestandsanlagen oft nicht vor, und eine Neuberechnung wäre unverhältnismäßig aufwändig. Derzeit wird vielfach noch mit Schätzwerten gearbeitet, ab 1. 1. 2017 lassen die Richtlinien das aber nicht mehr zu.

 

UMWÄLZPUMPE ALS WERKZEUGE

 

Einen Weg aus diesem Dilemma weist ein neues Verfahren von Grundfos. Dabei wird die Umwälzpumpe als Werkzeug genutzt, das dem Installateur die erforderlichen Daten für den hydraulischen Abgleich liefert. Grundfos hat dafür das spezielle Modell Alpha3 entwickelt. Sie arbeitet im normalen Betrieb als moderne, hocheffiziente Umwälzpumpe. Zusätzlich verfügt sie über eine spezielle Betriebsart, in der die Betriebsdaten ausgelesen werden können. Der Installateur befestigt dafür an der Pumpe ein spezielles Lesegerät (Alpha Reader), das die Daten per Bluetooth-Schnittstelle auf ein Mobilgerät überträgt. Mit Hilfe der von Grundfos entwickelten App GO Balance kann der Installateur dann den Abgleich vornehmen. Er gibt dafür einige Daten zu den Räumen ein und schließt bzw. öffnet die Heizkörper nacheinander. Die App ermittelt dann für jeden Raum Soll- und Ist-Volumenstrom. Bei nennenswerten Abweichungen nimmt der Installateur die erforderlichen Voreinstellungen an den Ventilen vor. Das Ganze dauert im Normalfall weniger als eine Stunde. Das Verfahren eignet sich für Zwei-Rohr-Systeme mit Radia­toren und erfüllt sowohl die aktuellen als auch die ab 2017 geltenden Richtlinien wie auch die Voraussetzungen für Fördermaßnahmen. Als Nachweis dient ein detailliertes Protokoll, das die App als pdf-Dokument ausgibt. 

 

DOPPELTE EINSPARUNG

 

Bis zu 20 Prozent Heizenergie spart allein der hydraulische Abgleich der Anlage. Hinzu kommt der hocheffiziente Betrieb der Pumpe. Die Alpha3 ist die effizienteste Heizungsumwälzpumpe ihrer Klasse, fast 90 Prozent sparsamer als ein altes, ungeregeltes Modell. Unter dem Strich rechnet sich die Investition meist schon nach kurzer Zeit – und lässt sich in allen Räumen wohltemperiert genießen.

 

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