Fenster und Fassaden als Partner und Energielieferanten

März 2016 | Die Welt | Wohnen der Zukunft

Fenster und Fassaden als Partner und Energielieferanten

Eine Nachricht vom Fenster auf das Smartphone? Klingt seltsam, ist aber keine Utopie mehr.

Verband Fenster und Fassade / Beitrag

Das Wohnen der Zukunft wird wesentlich auch von den technischen Innovationen bei Fenstern und Fassaden bestimmt. Dass Fenster zu den energieeffizienten Bauteilen gehören, die zur Senkung des Heizenergieverbrauchs und so zur CO2-Reduktion beitragen, ist kein Geheimnis mehr. Verbesserte Einbruchhemmung und wirksamer Schallschutz verhindern, dass die Fenster ungebetene Gäste wie Einbrecher oder Lärm ins Haus lassen. Fenster mit Wärmedämmerverglasungen und automatischen Funk­tionen können aber noch viel mehr. 

 

Wie wäre es, wenn Ihr Schlafzimmer morgens schon vor dem Aufwachen gelüftet würde? Wie wäre es, wenn das Licht, welches durch ihr Fenster kommt, nicht blendet, keine Hitzebelastung bringt und auch dorthin reicht, wo nie die Sonne scheint? Die Stichworte dazu sind Lüftungsautomatik, sommerlicher Wärmeschutz und Lichtlenkung. Und in den dunklen Jahreszeiten kann die tiefstehende Sonne durch die solaren Zugewinne für die kostenlose Erwärmung der Räume genutzt werden – und zwar ohne dass die Wärme wie früher gleich wieder nach draußen entweichen kann. Solche von Fenstern und Fassaden ermöglichte Wohnkultur kann in Zukunft zum „Wohnen für alle“ gehören. 

 

Heute kann man dieses smarte Wohnen bei innovativen Pilotprojekten bereits besichtigen. Ein Paradebeispiel ist erst kürzlich in Frankfurt am Main als „Aktiv-Stadthaus“ fertig gestellt worden. Die leicht nach innen versetzten Fenster des Mehrfamilienhauses sorgen auf der Südseite für bessere Energiewerte; dazu wird mit einer Fotovoltaik-Fassade die Sonneneinstrahlung genutzt und so Energie gewonnen. Die starke Wärmedämmung der Nordfassade hingegen hilft, dass die gewonnene Energie nicht verloren geht. Wenn die von der Fassade produzierte Energie gerade nicht verbraucht wird, kann sie in der Hausgarage zum Aufladen der Elektrofahrzeuge genutzt werden. 

 

Ulrich Tschorn; Geschäftsführer Verband Fenster und Fassade

 

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