Nachhaltig reisen

Um Ressourcen und Umwelt zu schonen, ist Nachhaltigkeit nicht nur im Alltag gefragt – auch beim Reisen wird es immer wichtiger, seinen Urlaub möglichst klimafreundlich zu gestalten.
Illustration: Luisa Jung
Illustration: Luisa Jung
Iunia Mihu Redaktion

Reise planen
Verzichten Sie, wenn möglich, aufs Fliegen, denn das ist die klimaschädlichste Art, sich fortzubewegen. Ein Beispiel: Ein Flug von Deutschland auf die Malediven und zurück verursacht pro Person eine Klimawirkung von rund drei Tonnen CO2. Mit einem Mittelklassewagen können Sie dafür mehr als 15.000 Kilometer fahren. Und ein Kreuzfahrtschiff stößt genauso viele Schadstoffe aus wie fünf Millionen Autos auf gleicher Strecke.

Nachhaltige Reiseanbieter
Je näher das Urlaubsziel, desto besser fürs Klima. Suchen Sie nach Destinationen in Deutschland und innerhalb Europas, die auch mit Bus und Bahn erreichbar sind. Setzen Sie dabei auf Reiseanbieter mit verbindlichen Umwelt- und Sozialstandards – man erkennt sie unter anderem an den Umweltzertifikaten und den entsprechenden Labels. Eine Rolle spielen dabei unter anderem der schonende Umgang mit natürlichen Ressourcen (zum Beispiel Wasser), klimafreundliche Transporte, weniger Abfall oder Zusammenarbeit mit lokalen Natur- und Artenschutzprojekten.

CO2 ausgleichen
Wenn es doch der Flug wird, kann man über die Klimaschutzorganisation Atmosfair die verbrauchten Treibhausgase ausgleichen. Man bezahlt einen errechneten Betrag, den Atmosfair an zertifizierte Klimaschutzprojekte weitergibt. Kompensation von Treibhausgasen ist aber mit Hinblick aufs Klima nicht die beste Lösung.

Weniger einpacken
Nur so viel Gepäck mitnehmen, wie man benötigt. Weniger Gewicht bedeutet auch weniger Treibhausemissionen bei der Fortbewegung. Spezielle Gegenstände wie Babybetten, Räder oder Sportausrüstung können meist vor Ort ausgeliehen werden.
 

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