Ein Fresschen für das Frettchen...

Worauf kommt es bei der Ernährung von Haustieren an? Ein schneller Einstieg in das Thema.

Illustration: Vanessa Chromik
Illustration: Vanessa Chromik
Mirko Heinemann Redaktion

Zugegeben: Das Frettchen steht nur wegen des Wortspiels in der Überschrift. Hier geht es um Hunde, Katzen, Nagetiere und Vögel. Alles andere würde zu weit führen. Wer sich mit Frettchen, Mäusen, Reptilien, Spinnen beschäftigen möchte, sollte seiner Neigung mit Hilfe der einschlägigen Fachliteratur nachgehen. An dieser Stelle kann es nur darum gehen, einen grundsätzlichen Einblick in das Thema gesunde Ernährung für Katze, Hund und Kleintier zu geben.

HUND & KATZ...
...sind Fleischfresser. Gutes Futter muss aber nicht ausschließlich aus Fleisch bestehen, im Gegenteil: Es sollen auch pflanzliche Anteile enthalten sein. Bei Hunden und Katzen ist Abwechslung wichtig. Für den täglichen Bedarf bietet sich Nassfutter an, am besten kombiniert mit nicht zu viel Trockenfutter. Hund oder Katze nur mit Trockenfutter zu ernähren, wäre nicht artgerecht: Das Tier bekäme einen Flüssigkeitsmangel. Dazu gehört, dass man vermeidet, das Tier zu überfüttern. Leckerlies sind daher mit Vorsicht zu genießen. Während der Erziehung oder auch mal zwischendurch, sind sie in Ordnung. Jedoch sollten sie in Maßen gegeben werden, sonst können sie zu Übergewicht führen. Im Trend liegt das sogenannte BARFen. Für die Abkürzung gibt es verschiedene Erklärungen, die alle Ähnliches meinen: die Fütterung mit rohem Fleisch. Futter für das Barfen wird in der Regel gefroren verkauft. Es sollte nicht antauen und immer gut tiefgekühlt werden. Tierärzte weisen auf das Risiko hin, dass das Tier zum Ausscheider von Zoonosenerregern werden kann, also von Salmonellen, Enterobakterien oder anderen Erregern, die potenziell auch Menschen infizieren können. Der Gegentrend ist die vegetarische oder gar vegane Ernährung. Während diese bei Hunden möglich ist, wird sie bei Katzen nicht empfohlen. Die Katze benötigt bestimmte Stoffe, die nur in tierischen Produkten enthalten sind. Dazu gehört die Aminosäure Taurin, die in Pflanzen nicht vorkommt. Und Vitamin A. In Pflanzen gibt es stattdessen Beta-Carotin, eine Vorstufe zum Vitamin A. Der Hund kann es umwandeln, aber die Katze nicht. Auch Arachidonsäure gibt es nur in tierischer Nahrung.

KANINCHEN UND MEERSCHWEINCHEN... 
...sind Veganer. Ihr Stoffwechsel ist komplex, sodass sie darauf angewiesen sind, eine korrekte Futterzusammensetzung zu bekommen. Der größte Teil des Futters sollte aus Grünfutter wie Salat oder Möhren bestehen. Dazu sollte Trockenfutter aus dem Laden gegeben werden. Außerdem benötigen Kaninchen und Meerschweinchen Rohfasern in Form von Heu, weil sie ihre Zähne abreiben müssen. Die Zähne wachsen bei Kaninchen und bei Meerschweinchen ständig. Man sollte daher die Zähne regelmäßig beobachten.

VÖGEL...
...haben unterschiedliche Magen-Darm-Systeme. Es gibt Körnerfresser, Weichfutterfresser, Allesfresser. Wellensittiche etwa, die am häufigsten gehaltenen Hausvögel, sind reine Körnerfresser. An dieser Stelle sei der Hinweis gestattet, dass Vögel jeden Tag Freiflug brauchen. Wer sie halten möchte, sollte im Vorfeld genau prüfen, wie er das den Tieren ermöglichen kann. 

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