Deutschlands vergessene Katzen

Das stille Katzenelend vor unserer Haustür

Jung, hungrig und heimatlos. Foto: Unsplash.com/Bulent Oral
Jung, hungrig und heimatlos. Foto: Unsplash.com/Bulent Oral
Deutsche Tierschutzbund E.V. Beitrag

Sie werden auf der Straße geboren. Scheu und versteckt kämpfen Millionen Straßenkatzen in Deutschland einen einsamen Kampf gegen Hunger und Krankheiten. Niemand sieht sie. Denn sie leiden still und leise im Verborgenen, immer auf der Suche nach Nahrung und einem Unterschlupf.

Der Deutsche Tierschutzbund setzt sich auf mehreren Ebenen für das unsichtbare Leid der Straßenkatzen ein, das sich zu einem der größten unbemerkten Tierschutzprobleme in Deutschland entwickelt hat. Doch wie können wir alle gemeinsam dazu beitragen, dieses Leid direkt vor unserer Haustür zu lindern?
 

DAS HARTE LEBEN DER STRASSENKATZEN


Millionen Straßenkatzen kämpfen in Deutschland jeden Tag um ihr Überleben. Alle stammen ursprünglich von nicht kastrierten Freigängerkatzen ab. Jede unkastrierte weibliche Katze kann mehrmals im Jahr Junge bekommen. Geboren in Schuppen, in verlassenen Gebäuden, krank, unterernährt. Die Mehrheit dieser Kitten sterben, bevor sie ein halbes Jahr alt werden.
 

HILFE FÜR STRASSENKATZEN


Tierheime und Tierschutzvereine setzen sich mit großem Einsatz für die Betreuung von Straßenkatzen ein: Sie errichten Futterstellen, kümmern sich um oft unterernährte Tiere, lassen sie kastrieren, kennzeichnen, registrieren und versorgen sie – wenn nötig – tierärztlich. Sie investieren viel Zeit, um den Katzen zu helfen und ihr Leid zu mindern. Eine besondere Herausforderung besteht darin, dass die Tierheime viele dieser Tiere nicht einfangen oder vermitteln können. Nachdem die Katzen ihre Jugend auf der Straße verbracht haben, sind sie meist äußerst scheu und ein nahes Zusammenleben mit Menschen ist oft nicht mehr möglich. Diese Tiere benötigen weiterhin die Unterstützung der Tierheime und ihrer ehrenamtlichen Helfer, damit sie eine Chance haben, zu überleben.

Doch Tierschutzvereine und Tierheime sind schon mit einer stetig wachsenden Anzahl von Abgabetieren konfrontiert, die sie aufnehmen und versorgen müssen. Viele erreichen bereits ihre Belastungsgrenze und sind daher über jede erdenkliche Unterstützung dankbar. Fast jedes dritte Tierheim erhält von Ländern und Kommunen keine finanzielle Unterstützung für die Kastration von Straßenkatzen.
 

HELFEN SIE MIT!


Mit Ihrer Spende unterstützen wir Tierschutzvereine und Tierheime in ganz Deutschland, die Futterstellen für hungernde Katzen einrichten, und ermöglichen die dringend notwendige medizinische Versorgung sowie eine Kastration, um die Population einzudämmen. Zudem setzen wir uns auf politischer Ebene für eine bundesweite Kastrationspflicht für Freigängerkatzen ein. Und wir haben die Kampagne „Jedes Katzenleben zählt“ gestartet, um das Leid der Millionen Straßenkatzen sichtbar zu machen.
 

WAS KÖNNEN SIE DARÜBER HINAUS NOCH TUN?


Haben Sie eine noch unkastrierte Freigängerkatze zu Hause? Bitte lassen Sie diese beim Tierarzt kastrieren. Die Kastration von weiblichen und männlichen Katzen hilft sowohl Ihrer Katze als auch den Straßenkatzen.

Ist Ihre Katze schon registriert? Mit einer Kennzeichnung mittels Mikrochip durch Ihren Tierarzt und der kostenlosen Registrierung bei unserem Haustierregister FINDEFIX steigen die Chancen, Ihre Katze im Falle eines Verschwindens eindeutig zu identifizieren. Dadurch werden dann auch gleichzeitig unsere Tierschutzvereine entlastet, weil diese Tiere dann schnell wieder nach Hause finden.

Spenden geht ganz einfach online über den QR-Code oder direkt über unsere Website:

tierschutzbund.de/katzenschutz-1
 

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