Mentale Gesundheit bei Jugendlichen stärken

Ein Beitrag von BKK Pfalz

Martina Stamm, Leiterin Unternehmenskommunikation bei der BKK Pfalz
Martina Stamm, Leiterin Unternehmenskommunikation bei der BKK Pfalz
BKK Pfalz Beitrag

Psychische und psychosomatische Erkrankungen bei Kindern und Jugendlichen nehmen seit Jahren zu. Woran liegt das? Und wie finden Familien Unterstützung?

Frau Stamm, warum haben immer mehr Kinder und Jugendliche psychische Probleme?
Viele Kinder erleben heute schon früh einen hohen Leistungsdruck – teilweise bereits in der Grundschule. Hinzu kommen Mobbing und Cybermobbing, Zukunftsängste, familiäre Belastungen oder auch eine Veranlagung zu Depressionen. Und: Die Coronapandemie hat viele Kinder und Jugendliche psychisch stark belastet und wirkt nach. So steigt die Nachfrage nach psychotherapeutischer Unterstützung. Lange Wartezeiten verschärfen die Situation oft zusätzlich. Manche Jugendliche entwickeln Essstörungen, andere ziehen sich immer mehr zurück. Kontakte zu Gleichaltrigen beschränken sich dann oft auf die Schule oder verlagern sich ausschließlich ins Digitale, oft einhergehend mit einer ungesunden Mediennutzung.

Wie können Krankenkassen konkret unterstützen? Was tut die BKK Pfalz?
Wir setzen gezielt auf Prävention, etwa mit unseren Programmen „Wir wollen mobbingfrei“ und „BKK bauchgefühl“ in Schulen oder mit Trainings zur mentalen Stärke für Auszubildende. Unser Vorsorge-Programm „Starke Kids“ beinhaltet ein Mediensucht- und Depressionsscreening für junge Menschen zwischen 12 und 17. Auf der „Animagic“ in Mannheim erreichen wir Jugendliche mit dem Thema Medienkompetenz direkt in ihrer Lebenswirklichkeit.

Im Akutfall zählt schnelle Hilfe. Neben der klassischen Psychotherapie bieten wir videobasierte Online-Therapie an – häufig mit Therapiebeginn innerhalb von zwei Wochen. Für Jugendliche ab 14 Jahren in akuten Krisen gibt es das Angebot „KOMPASS“ mit individuellem Behandlungsplan und einer psychologischen Krisenhotline rund um die Uhr.

Wenn ein junger Mensch leidet, leidet oft die ganze Familie mit. Umso wichtiger ist es, früh hinzusehen – und zu wissen: Niemand muss mit seelischen Belastungen allein bleiben. Es gibt Unterstützung.

www.bkkpfalz.de/familie
 

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