Beton neu gedacht

Wall Rapture verbindet Manufaktur und Materialinnovation: flexible Betonoberflächen ermöglichen hochwertige Gestaltung bei effizienter Umsetzung und weniger Aufwand.

Richard Drews, Geschäftsführer der Wall Rapture Germany GmbH
Richard Drews, Geschäftsführer der Wall Rapture Germany GmbH
Wall Rapture Beitrag

Herr Drews, warum braucht die Baubranche neue Lösungen für Oberflächen?

Die Anforderungen haben sich deutlich verschoben. Es geht heute nicht mehr nur um Optik, sondern auch um Effizienz, Nachhaltigkeit und einfache Verarbeitung. Klassische Lösungen wie Spachteltechniken oder massive Betonbauteile sind oft aufwendig, materialintensiv und schwer planbar. Gleichzeitig steigen Kosten und Zeitdruck. Dadurch wird bei vielen Projekten nach Alternativen gesucht, die schneller, sauberer und wirtschaftlicher umzusetzen sind – ganz ohne Abstriche beim Design.
 

Was genau steckt hinter „Beton zum Tapezieren“ – und was unterscheidet Ihren Ansatz von klassischen Lösungen?

Wir stellen flexible, mineralische Wandbeläge her, die einen hohen Anteil echter Gesteinsstoffe enthalten. Dadurch entsteht eine authentische Beton- oder Rostoptik und -haptik. Der Unterschied liegt vor allem in der Form: Statt schwerer Bauteile oder individueller Spachtelarbeit kommt das Material als Bahn von der Rolle. Das macht die Anwendung deutlich planbarer und reduziert typische Fehlerquellen.
 

Welche Vorteile bietet Ihr System konkret auf der Baustelle oder im laufenden Betrieb?

Der große Vorteil liegt in der Geschwindigkeit und der sicheren Verarbeitung – weltweit reproduzierbar. Räume lassen sich oft innerhalb eines Tages fertigstellen – und das nahezu geräuschlos und ohne großen Schmutz. Das ist besonders in Bereichen wichtig, die nicht einfach geschlossen werden können, etwa Hotels, Gastronomie oder Einzelhandel. Gleichzeitig sinken durch die kürzere Bauzeit auch indirekte Kosten, etwa für Personal oder Logistik.

Mineralische Strukturen als gefragtes Design-Highlight – vom privaten Wohnraum bis zum Store-Design
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Welche Rolle spielen Nachhaltigkeit und Manufaktur bei Ihnen?

Beides ist eng miteinander verbunden. Wir produzieren in Handarbeit, wodurch jede Oberfläche ein Unikat ist und wir die Qualität sehr genau steuern können. Gleichzeitig sparen wir Material, weil wir keine massiven Konstruktionen benötigen. Das rollbare Format reduziert Transportaufwand, und einzelne Bahnen lassen sich bei Bedarf austauschen, statt komplette Flächen zu erneuern.
 

Wo sehen Sie die größten Einsatzbereiche – und wie entwickelt sich die Nachfrage aktuell?

Wir sehen eine starke Nachfrage in Bereichen mit klaren Gestaltungsvorgaben, etwa im Retail oder in internationalen Markenauftritten. Gleichzeitig wächst das Interesse im privaten Bereich. So entstehen auch immer wieder neue Oberflächenstrukturen. Projekte realisieren wir inzwischen weltweit. Insgesamt geht der Trend klar in Richtung Lösungen, die gestalterische Freiheit mit wirtschaftlicher und nachhaltiger Umsetzung verbinden.

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