VDI erarbeitet Perspektiven für die Zukunft

 Der Verein Deutscher Ingenieure übernimmt Verantwortung: Mit seiner Initiative Zukunft Deutschland 2050 zeigt der VDI Wege für den Wirtschafts- und Technologiestandort auf.

©JulianHukePhotography
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Verein Deutscher Ingenieure Beitrag

Die schwarz-rote Koalition steht vor enormen Herausforderungen: Unter anderem muss sie die Wirtschaft ankurbeln, ein Konzept entwickeln, um die Chancen der Digitalisierung zu nutzen, in geopolitischen Krisen Einfluss nehmen – und Dauerbrenner wie den Fachkräftemangel oder die Herausforderungen im Bildungssystem in Angriff nehmen.

Einen „Herbst der Reformen“ hat Bundeskanzler Friedrich Merz ausgerufen – doch damit es nicht bei der Ankündigung bleibt, darf die Politik parteiübergreifend nicht in ein altes Muster verfallen: dass Lösungsideen sich an einem Zeitrahmen von wenigen Jahren orientieren, obwohl sich Probleme nicht um Legislaturperioden scheren.

Gerade für die drängende Herausforderung, Deutschland durch eine umfassende Transformation als Technologie- und Wissenschaftsstandort auszubauen, sind Verlässlichkeit schaffende Konzepte für Jahrzehnte nötig.

Der Verein Deutscher Ingenieure, VDI, geht mit seiner Initiative Zukunft Deutschland 2050 voran. VDI-Präsident Prof. Lutz Eckstein erklärt: „Wir wollen die Stimme der Technologie stärker in die Diskussionen um den Standort einbringen und konkrete Wege aufzeigen, wie sich Deutschland auch in Zukunft als führende Wirtschafts- und Technologienation profilieren kann.“

Mit seiner Initiative möchte der VDI positive Zukunftsperspektiven entwickeln und Wege aufzeigen, um sie zu erreichen – durch neutrale, faktenbasierte und transparente Informationen über technische Sachverhalte. Ein Ziel ist die Stärkung des Wirtschaftsstandorts Deutschland. Die Plattform dafür sind Multi-Stakeholder-Dialoge, die Fachleute aus Industrie, Wissenschaft und Politik zusammenbringen. Damit übernimmt der VDI Verantwortung für die Gesellschaft: als unabhängiger Zukunftsgestalter.

Den rund 130.000 Ingenieurinnen und Ingenieuren hierzulande kommt dabei eine zentrale Rolle zu. So wie sie Deutschland durch innovative Technologien zu einem der erfolgreichsten Wirtschaftsstandorte gemacht haben, können sie auch in Zukunft ihren Beitrag zu Wachstum, Wohlstand und Beschäftigung leisten.

Als Vertreter der Ingenieurinnen und Ingenieure in Deutschland knüpft der VDI auch an die Hightech-Agenda der Bundesregierung an und ist bereit, sich bei der Umsetzung und Weiterentwicklung einzubringen. „Wir sehen im vorgelegten Entwurf eine echte Chance, eine Aufbruchstimmung zu erzeugen. Mit unserer Initiative Zukunft Deutschland 2050 ergänzen wir die auf Technologietransfer fokussierte Agenda um eine langfristige Strategie, um ausgewählte Schlüsseltechnologien über Legislaturperioden hinaus zu beleuchten und zu treiben“, so Prof. Eckstein.

Perspektiven für die Zukunft beschäftigen den VDI in der Initiative auch grundsätzlich: Deutschland braucht eine langfristige Technologie- und Innovationsstrategie für den Aufbruch in eine Zeit der Innovation. Dazu sind eine gesellschaftliche Debatte über Chancen und Risiken von Technologien und verlässliche Rahmenbedingungen für den Transfer in industrielle Anwendung unabdingbar – und eine Fachkräftestrategie, die sich besonders auf die MINT-Bildung in Schulen fokussiert.

www.vdi.de/themen/zukunft-deutschland-2050
 

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