»Innovationszentren – next generation«

September 2019 | Wirtschaftswoche | Unternehmertum
Investitionen für Innovation
Die Redaktion befragt Experten, wie neue Chancen genutzt werden können.
September 2019 | Wirtschaftswoche | Unternehmertum

»Innovationszentren – next generation«

Andrea Glaser, Geschäftsführerin Bundesverband Deutscher Innovations, Technologie und Gründerzentren /

Seit rund 35 Jahren unterstützen die Innovations-, Technologie- und Gründerzentren in Deutschland erfolgreich das Gründungsgeschehen und insbesondere wissensbasierte, innovative Start-ups. Verstärkt kooperieren sie hier auch mit Acceleratoren, Hubs oder Incubatoren, die sich zunehmend in den Gründerökosystemen etablieren. Davon profitieren die Start-ups und innovativen Unternehmen, die Unterstützung in den unterschiedlichsten Phasen der Gründung oder des Wachstums erhalten. Die Zentren verstehen sich dabei als Begleiter und Mit-Initiatoren von Trends und sehen den Herausforderungen einer sich verändernden Arbeitswelt und Gründerszene gut gerüstet entgegen. Erfolgreiche Innovations- und Gründerzentren sind heute zunehmend auf Branchen spezialisiert und intensiv mit Forschungseinrichtungen, Universitäten und Unternehmen vernetzt. Davon profitieren nicht nur die betreuten Start-ups und jungen Unternehmen. Für die Regionen sind die Zentren effiziente Instrumente regionaler Wirtschaftsförderung.

 

www.innovationszentren.de

 

September 2019 | Wirtschaftswoche | Unternehmertum

»Investieren in guten Zeiten!«

Marc S. Tenbieg / Geschäftsführender Vorstand; Deutscher Mittelstands-Bund

Gründer und etablierte Unternehmen müssen ständig die richtigen Investitionsentscheidungen treffen. Es gilt die alte Regel, dass in guten Zeiten investiert werden sollte, damit man in schlechten konjunkturellen Phasen im Wettbewerb gut aufgestellt ist. Am einfachsten wäre es, seitens der Politik eine mutige und grundlegende Unternehmenssteuerreform auf den Weg zu bringen. Doch leider fehlt hierzu der mehrheitliche politische Wille. Daher sollten sich weitsichtige Unternehmen, die Zukunftsinvestitionen tätigen wollen, einen Überblick über die vielen Förderprogramme verschaffen – allesamt zweckgebundene Zuschüsse des Staates zur Förderung des Unternehmens. Gerade auch im Bereich der Digitalisierung werden derzeit viele interessante Maßnahmen mit durchaus guten Rahmenbedingungen angeboten. Die Vielzahl an Fördermöglichkeiten im Bereich der Digitalisierung ist allerdings noch zu unbekannt und teilweise auch abschreckend komplex. Einen guten Überblick bietet der DMB auf seiner Webseite.

 

www.mittelstandsbund.de

September 2019 | Wirtschaftswoche | Unternehmertum

»Attraktive Innovations- förderung benötigt«

Dr. Annette Treffkorn / Geschäftsführerin; Verband Innovativer Unternehmen

Deutschland sieht sich gern als Hochtechnologie-Land. Zu Recht. Im internationalen Vergleich nimmt Deutschland nach wie vor vordere Plätze im Innovationsranking ein. Zu verdanken ist das nicht zuletzt dem mutigen Engagement von Unternehmen. Mehr als zwei Drittel der Ausgaben für Forschung und Entwicklung (FuE) in Deutschland stammen von den Unternehmen. Deren FuE-Engagement ergänzt der Staat mit Förderprogrammen. Eines der wichtigsten unter ihnen: das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand des BMWi (ZIM), das 2020 neu aufgelegt wird. Es schafft branchenoffen Anreize für Innovationen im Mittelstand. Für innovative Unternehmen in Deutschland ist es essenziell, im ZIM weiterhin attraktive Förderbedingungen für ihre mit Chancen und Risiken verbundenen Projekte zu erhalten. Auch nach Verabschiedung einer steuerlichen Forschungsförderung muss die Projektförderung das Rückgrat der FuE-Innovationspolitik für den Mittelstand bleiben.

 

www.viunet.de