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November 2021 | Wirtschaftswoche | Green Economy

Meldungen

November 2021 | Wirtschaftswoche | Green Economy

Rehabilitieren

Aktuelle Meldung

Ist Atomkraft eine nachhaltige Energieform? Aus deutscher Sicht scheint die Antwort klar, aus europäischer Perspektive ist das scheinbar ein wenig komplizierter. Noch im November will die Europäische Kommission entscheiden, ob Atomkraft als nachhaltige Investition eingestuft werden kann und mit diesem Label fortan in der sogenannten EU-Taxonomie geführt wird. Die Taxonomie soll Anleger in die Lage versetzen, ihre Investitionen verlässlich und ohne „Greenwashing“ auf nachhaltigere Technologien und Unternehmen umzustellen. Und laut Politico sieht es nach einem „Ja“ aus. Vor allem Frankreich, zusammen mit einigen osteuropäischen Staaten, aber auch Griechenland und Italien hatten sich zuletzt dafür starkgemacht, die Nuklearenergie als saubere, weil CO₂-arme, Energieform zu rehabilitieren. Im Falle von Frankreich dürfte hieraus auch ein starkes Eigeninteresse sprechen. Das Land bezieht nach wie vor drei Viertel seiner Energie aus Atomkraft. „Make nulcear great again“ kommentiert Politico die massive Lobbyarbeit.

 

November 2021 | Wirtschaftswoche | Green Economy

Investieren

Aktuelle Meldung

Klimaneutralität bis zur Mitte des Jahrhunderts. Das ist das ambitionierte Ziel der deutschen Regierung. Und obwohl man inzwischen davon ausgeht, dass dies technisch machbar ist, erfordert es eine enorme Transformation in allen Sektoren und damit ordentlich Kapital. Mit notwendigen Investitionen in Höhe von sage und schreibe fünf Billionen Euro bis 2050 rechnet eine Studie im Auftrag von KfW Research. Allerdings, so geben die Autor:innen zu bedenken, relativiere sich die Zahl, wenn man berücksichtigt, dass es sich vielfach um ohnehin anstehende Investitionen handelt, die nun in eine nachhaltige Verwendung fließen müssen. Zudem könnte diese durch die zu erwartenden enormen Einnahmen aus dem Abbau von klimaschädlichen Subventionen abgefedert werden. Am Ende gehe es weniger um die zusätzliche Mobilisierung von Kapital, sondern vielmehr um eine konsequente Ausrichtung politischen Handelns. Gemeint ist damit etwa der Abbau bestehender Hemmnisse wie aufwendige Planungs- und Genehmigungsverfahren.

 

November 2021 | Wirtschaftswoche | Green Economy

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Aktuelle Meldung

Erdgas gilt als Brückentechnologie auf dem Weg zur Klimaneutralität. Es kommt etwa im Rahmen der häuslichen Wärmeerzeugung zum Einsatz. Die Industrie nutzt es für thermische Prozesse, etwa in der Stahl- oder Zementindustrie. Für Deutschland ist Gas ein relativ junger Energieträger, der Anteil am Primärenergieverbrauch war bis Ende der 1960er-Jahre vernachlässigbar, stieg allerdings seitdem kontinuierlich an, auf zuletzt 24,9 Prozent im Jahr 2019. Für eine möglichst klimafreundliche Nutzung sind vor allem zwei Aspekte zu beachten. Zum einen kann Erdgas je nach Transportweg und Fördertechnik umfangreiche Vorkettenemissionen beinhalten. Zum anderen kommt der Importinfrastruktur eine wichtige Bedeutung zu. Bis 2030 wird in Europa aufgrund geringer eigener Gasvorkommen mit einem steigenden Importanteil gerechnet. Mittelfristig ist es entscheidend, die Infrastruktur auch für die Einfuhr von „grünen“ Gasen wie etwa emissionsfrei erzeugtem Wasserstoff nutzbar zu machen.