»Die Transformation kann nur gemeinsam gelingen.«

November 2021 | Wirtschaftswoche | Green Economy
Aufbruch wagen
Herausforderungen in ihren Branchen.
November 2021 | Wirtschaftswoche | Green Economy

»Die Transformation kann nur gemeinsam gelingen.«

Katrin Elsemann / Geschäftsführerin Social Entrepreneurship Netzwerk Deutschland

Wir wollen in einer Gesellschaft leben, in der alle Menschen vom Fortschritt profitieren. Mit dieser Vision ist das Social Entrepreneurship Netzwerk Deutschland (SEND) 2017 gestartet, um die vielen Kräfte und Ideen zum Thema Social Entrepreneurship zu bündeln und den Sozialunternehmerinnen und -unternehmern ein größeres Gehör zu verschaffen. All dies mit dem Ziel, eine sozialere, nachhaltigere Gesellschaft zu ermöglichen – und das mit den innovativsten Mitteln. Neben der politischen Interessenvertretung setzt sich SEND für bessere Rahmenbedingungen und Sichtbarkeit von Sozialunternehmen ein und baut ein starkes Netzwerk aus mittlerweile über 800 Mitgliedern auf. Bei all dem gilt das Leitmotiv: #GemeinsamWirken. Denn die Transformation zu einer nachhaltigeren Wirtschaft und Gesellschaft kann nur gemeinsam mit vielen anderen, öffentlichen wie privaten, Institutionen und Akteuren gelingen. Deshalb baut SEND Allianzen und Kooperationen mit Wirtschaft, Wohlfahrt, Wissenschaft und Politik auf.

 

www.send-ev.de

November 2021 | Wirtschaftswoche | Green Economy

»Wir brauchen ein Aufbruchssignal für die Energiewende.«

Dr. Simone Peter / Präsidentin Bundesverband Erneuerbare Energie e.V.

Die neue Legislaturperiode ist die letzte, die Deutschland auf den Pfad des Pariser Klimaabkommens und des Ziels der Klimaneutralität binnen weniger Jahrzehnte bringen kann. Der einstige Energiewendevorreiter kann zeigen, dass Klimaschutz, Innovation und Wertschöpfung zusammengehen. Dazu braucht es vor allem den verstärkten und bürgernahen Ausbau der heimischen Erneuerbaren Energien, die intelligente Kopplung der Sektoren Strom, Wärme, Mobilität und Industrie sowie einen neuen Energiemarkt, der den Vorteilen der Erneuerbaren Rechnung trägt. Die nächste Bundesregierung muss daher einen echten Aufbruch organisieren, um die volkswirtschaftliche Transformation ökologisch, sozial und wirtschaftlich lohnend voranzutreiben. Unternehmen brauchen verlässliche Rahmenbedingungen und Investitionssignale, um in klimaneutrale Technologien zu investieren. Es wird jetzt ein Maßnahmenpaket gebraucht, das die Ziele des Klimaschutzgesetzes untermauert und bestehende Hemmnisse bei der Energiewende abbaut.

 

www.bee-ev.de

November 2021 | Wirtschaftswoche | Green Economy

»Klimaschutz duldet keinen Aufschub.«

Horst Seide / Präsident Fachverband Biogas e. V.

Der konsequente Ausbau der Erneuerbaren Energien muss ganz oben stehen auf der Agenda der künftigen Bundesregierung. Aus Klimaschutzgründen, aber auch, um den Strompreis und die Stromversorgung im Industrieland Deutschland zu sichern. Neben Sonne und Wind spielt Biogas dabei eine ganz zentrale Rolle. Denn Biogas ist speicherbar und wird bedarfsgerecht von flexibilisierten Biogasanlagen in Strom und Wärme umgewandelt – auch wenn kein Wind weht und keine Sonne scheint. Insgesamt stehen in Deutschland zwei Gigawattstunden flexibler Biogasleistung zur Verfügung. Neben der Versorgungssicherheit haben diese auch einen entscheidenden Einfluss auf den Strompreis: Um bis zu zwei Euro pro kWh haben Biogasanlagen den Preis am Strommarkt in den letzten Wochen gesenkt. Und Biogas kann noch mehr: Zu Biomethan aufbereitet steht es als klimafreundlicher Kraftstoff zur Verfügung – praxiserprobt und unschlagbar günstig. All diese Vorteile gilt es zu sichern und auszubauen.

 

www.biogas.org