Viele Wege führen nach Rom

Dezember 2019 | Wirtschaftswoche | Der starke Mittelstand

Viele Wege führen nach Rom

Beitrag von Celonis

Hala Zeine, Chief Product Officer, Celonis
Celonis / Anzeige

Frau Zeine, Sie versprechen Prozesse ohne Reibung, weil reibungslos Effizienz bedeutet?
Definitiv verbessern reibungslose Prozesse im Unternehmen die Effizienz. Sie erhöhen aber beispielsweise auch die Kundenzufriedenheit oder ermöglichen überhaupt erst eine Automatisierung und Optimierung von Geschäftsabläufen.

Warum sind reibungslose Prozesse in der Realität selten?
Weil es nicht nur einen Weg gibt, ein Ziel zu erreichen. Wir Menschen gehen ständig Kompromisse ein, nur sind die wenigsten Systeme für eine solche Flexibilität ausgelegt. Dann muss manuell eingegriffen werden und schon entsteht Reibung und mit ihr eine höhere Fehleranfälligkeit. Darüber hinaus ist den Unternehmen gar nicht immer klar, wo es im Prozess hakt. Wir erleben es oft: Kunden philosophieren regelrecht darüber, wie die Welt – aka ihre Prozesse – idealerweise aussehen sollten, und wenn wir von Celonis dann kommen und sagen, wie die Welt tatsächlich ist, ist die Überraschung groß.

Haben Sie dafür ein Beispiel?
Einer unserer Kunden hatte ein Problem mit seinen Bestellungen, die nicht pünktlich rausgingen. Laut der Experten im Haus lag es an unzureichenden Lagerbeständen. Unsere Analyse hat gezeigt: Die Lagerbestände waren lediglich für ein Prozent der Verspätungen verantwortlich. Die Reibung entstand viel früher im Prozess, beispielsweise bei der Überprüfung der Kreditwürdigkeit.

Das heißt, die Kunden kennen die Ursachen für Prozessprobleme häufig nicht?
Nein, daher ist es auch so schwer, Prozesse zu optimieren. Wie ich eingangs sagte: Viele Wege führen nach Rom. Es ist wichtig zu erkennen, dass auch Prozesse flexibel sein können und dürfen. Dafür muss ich ein Ziel definieren, brauche Transparenz, muss meine Prozesse überwachen und aus den Ergebnissen lernen können. Wenn das gelingt, ist das Potenzial groß. Unser Kunde 3M konnte mit unserer Hilfe beispielsweise seinen „Order-to-Cash-Zyklus“ um 20 Prozent beschleunigen.
 

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