Die teuersten Fehler stehen im Vertrag

Ein Beitrag von BVGE Consulting

Julian Rosenthal, Geschäftsführer der BVGE Consulting GmbH
Julian Rosenthal, Geschäftsführer der BVGE Consulting GmbH
BVGE Consulting Beitrag

Wer im Mittelstand Verantwortung trägt, kalkuliert Materialpreise, Personalkosten und Investitionen bis ins Detail. Beim Energieeinkauf dagegen werden Verträge über Jahre abgeschlossen – und ihre Schwächen zeigen sich oft erst mit der Rechnung. Denn über die tatsächlichen Kosten entscheidet längst nicht allein der Arbeitspreis. Häufig sind es Vertragsklauseln oder eine unpassende Beschaffungsstrategie, die Unternehmen teuer zu stehen kommen.

„Die Preise haben sich zwar etwas beruhigt, liegen aber immer noch auf einem deutlich höheren Niveau als vor 2022“, sagt Julian Rosenthal, Geschäftsführer von BVGE Consulting, der Beratungsgesellschaft des Bundesverbandes der gewerblichen Energienutzer, einer der größten unabhängigen Einkaufsgemeinschaften mit rund 11 TWh Einkaufsvolumen. Gerade für energieintensive Mittelständler bleibe das Thema ein wichtiger Wettbewerbsfaktor.

Wie groß der Handlungsbedarf sein kann, erlebt Rosenthal immer wieder: „Ich hatte schon Geschäftsführer vor mir sitzen, die überzeugt waren, hervorragend eingekauft zu haben.“ Erst im Gespräch habe sich gezeigt, dass sie noch immer deutlich über Marktniveau zahlten. Ein günstiger Tarif könne durch enge Mengenkorridore oder Preisanpassungsklauseln Nachzahlungen von mehreren zehntausend Euro auslösen. „Man muss den Status quo regelmäßig hinterfragen.“

Der BVGE analysiert Verträge, entwickelt Beschaffungsstrategien und identifiziert Einsparpotenziale – etwa bei Netzentgelten, Lastspitzen oder staatlichen Entlastungen. Denn vielen Mittelständlern fehlen Zeit und Fachwissen, um Markt, Gesetzesänderungen und Vertragsdetails kontinuierlich im Blick zu behalten.

Rosenthals Rat: Energie nicht erst zum Thema machen, wenn der Vertrag ausläuft. Wer früh Angebote vergleicht, kann günstige Marktphasen besser nutzen. „Viele Unternehmen kümmern sich erst kurz vor Vertragsende um ihren Energieeinkauf“, sagt Rosenthal. „Dabei lohnt es sich, Kontrakte regelmäßig zu prüfen und den Blick über den Tellerrand zu wagen.“

bvge.com
 

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