»Gefragt sind leistungsfähige Kommunikationssysteme.«

März 2017 | Wirtschaftswoche | Technologien der Zukunft
Zukunft Deutschland
Die Redaktion befragt Akteure zur Zukunftsfähigkeit deutscher Leitindustrien.
März 2017 | Wirtschaftswoche | Technologien der Zukunft

»Gefragt sind leistungsfähige Kommunikationssysteme.«

Harald Uphoff / Kommissarischer Geschäftsführer; Bundesverband Erneuerbare Energie e.V.

Energiewende bedeutet einen Transformationsprozess, der uns immer wieder vor neue Herausforderungen stellen wird. So gilt es etwa, den Verbrauch in allen Energiesektoren und die Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien besser aufeinander abzustimmen. Gefragt sind leistungsfähige digitale Mess- und Kommunikationssysteme (Smart Meter), die variable Stromtarife ermöglichen. Solche Stromtarife könnten für gewerbliche und industrielle Verbraucher interessant sein. Ob sich variable Tarife auch bei Privathaushalten durchsetzen, ist noch fraglich. Da diese ihren Verbrauch zeitlich kaum verschieben können, sind die potenziellen Kostenvorteile beschränkt. Effizienter erscheint, den Strombedarf von Speichern und  Wärmepumpen oder Elektrofahrzeugen über Dienstleister zu steuern: Der Dienstleister optimiert den Betrieb entsprechend nach individuellen Komfortwünschen des Kunden, aber gemäß Wetter- und Strompreisprognosen. Der Kunde erhält zum Beispiel eine Flatrate-Preisgarantie.

www.bee-ev.de

März 2017 | Wirtschaftswoche | Technologien der Zukunft

»Technologien verändern Produkte, Unternehmen und Märkte.«

Thorsten Dirks / Bitkom-Präsident

Technologien wie Big Data, 3D-Druck und künstliche Intelligenz machen nicht nur die Herstellung effizienter. Sie verändern Produkte, Unternehmen und Märkte.  So geht es in der Automobilbranche nicht mehr nur darum, den besten Motor zu bauen. Es geht um die Einbindung des Fahrzeugs in intelligente Verkehrskonzepte. Heute ist Deutschland in vielen Branchen weltweit führend, doch mit der digitalen Transformation werden die Karten neu gemischt. Die Software, nicht die Hardware, entscheidet immer öfter über Erfolg oder Misserfolg eines Produkts. Dies stellt Unternehmen vor Herausforderungen, die sie alleine oft überfordern. Sogenannte digitale Hubs bringen Start-ups, Großunternehmen und Mittelstand rund um unsere Leitindustrien zusammen. Schulter an Schulter mit Forschern und Finanzierern können sie hier Zukunftstechnologien nicht nur erdenken und entwickeln, sondern auch gemeinsam zur Marktreife bringen. So wird Deutschland zu einem Gewinner der Digitalisierung.

www.bitkom.org

März 2017 | Wirtschaftswoche | Technologien der Zukunft

»Im Maschinenbau hat Zukunft Tradition.«

Thilo Brodtmann / VDMA-Hauptgeschäftsführer

Wie keine andere Industrie steht der Maschinenbau in der Tradition deutscher Ingenieurskunst. Zu dieser Tradition gehört seine beeindruckende Innovationskraft, die in unzähligen Anwendungsbereichen zum Einsatz kommt und die Technologien von heute und morgen möglich macht.  Entscheidend hierfür sind Systemverständnis, Lösungskompetenz und Premiumqualität. Nur so lassen sich neue Technologien sinnvoll integrieren und Mehrwerte schaffen: Die Spitzenposition bei Industrie 4.0 und Ressourceneffizienz sind hierbei nur zwei Beispiele von vielen. Am Standort Deutschland kommt dem stark mittelständisch geprägten Maschinen- und Anlagenbau eine herausragende Bedeutung zu. Er ist mit 218 Mrd. Euro Umsatz ein entscheidender Motor der deutschen Wirtschaft und die Zahl seiner Beschäftigten liegt über der Millionengrenze. Damit ist die Maschinenbau-Industrie größter industrieller Arbeitgeber hierzulande – Technologien der Zukunft haben hier Tradition.

www.vdma.org