Kleine Reise durch große Umbrüche

 Von Dessau-Roßlau über Ferropolis bis Lutherstadt Wittenberg: Drei erlebnisreiche Tage in einer Region, in der Industriegeschichte, Visionen und Natur auf einzigartige Weise zusammenfinden.

Ferropolis bei Gräfenhainichen
Ferropolis bei Gräfenhainichen
Sachsen-Anhalt Tourismus Beitrag

Dessau ist Bauhaus. Dessau ist Welterbe. So weit, so bekannt. Doch wer sich drei Tage Zeit nimmt, um genauer hinzuschauen, entdeckt in der Stadt und ihrem Umland spannende Kontraste: Kühne Ingenieurskunst trifft auf rostige Giganten, Industriegeschichte auf Wasser und Weite. Zwischen Museum, Maschinen und Seen erzählt diese Region Sachsen-Anhalts von Aufbruch, Wandel und der Lust, Dinge neu zu denken.
 

TAG 1: VISIONEN AUS METALL UND MUT

Technikmuseum „Hugo Junkers“
Technikmuseum „Hugo Junkers“
Tiergartenbrücke am Elberadweg
Tiergartenbrücke am Elberadweg
Idylle am Bergwitzsee
Idylle am Bergwitzsee

Im Technikmuseum „Hugo Junkers“ wird deutlich, warum Dessau einst zu den innovativsten Orten der Welt zählte. Der Ingenieur, Erfinder und Unternehmer Hugo Junkers (1859–1935) arbeitete an Flugzeugen, Heizsystemen und Wohnkonzepten – immer mit Blick auf die Zukunft. Zwischen Motoren, Patenten und Flugzeugen spürt ihr den Pioniergeist eines Mannes, der Fortschritt als Einladung verstand. Herzstück der Ausstellung ist die restaurierte Ju 52/3m, besser bekannt als „Tante Ju“, eines der berühmtesten Flugzeuge der Luftfahrtgeschichte.

Am Nachmittag bleibt Zeit für noch mehr Staunenswertes, denn Dessau hat eine 800-jährige Geschichte zu bieten, kann vier Mal mit UNESCO-Welterbe aufwarten und ist ein Ort, in dem sich die Lebenswege berühmter Persönlichkeiten kreuzten. Nach so viel Inspiration drehen sich die Gespräche am Abend wohl nicht mehr um To-do-Listen, sondern um Ideen und den Mut, ihnen Raum zu geben.
 

TAG 2: FERROPOLIS – WO GIGANTEN SCHLAFEN


Wer sich mit dem Rad auf den Weg macht, kann Industriegeschichte mit Naturerlebnissen verbinden: Vom Dessauer Stadtzentrum aus führt die etwa 23 Kilometer lange Route durch den Tiergarten mit seinen prächtigen Eichen über Mildensee in die Oranienbaumer Heide. Ein Stopp im Informationszentrum „Auenhaus“ gibt Einblick in das Biosphärenreservat Mittelelbe. Zurück im Sattel tauchen bald am Horizont riesige Bagger auf: Ferropolis, die Stadt aus Eisen bei Gräfenhainichen, ist kein klassisches Museum, sondern ein Erlebnisraum. Ihr lauft zwischen stillgelegten Tagebau-Giganten hindurch, klettert auf einen Bagger, blickt über den Gremminer See. Hier trifft Melancholie auf Staunen. Die rostigen Kolosse erzählen von harter Arbeit, Energiehunger und Strukturwandel – umgeben von Wasser, Himmel und einer Arena für große Festivals.
 

TAG 3: KOHLE, DAMPF, LICHT – UND GANZ VIEL SEE


Am nächsten Tag folgt ihr der Erlebnisroute Kohle | Dampf | Licht | Seen. Die Tour startet in Gräfenhainichen und führt weiter zum Bergwitzsee, einem Bergbau-Folgesee am Rand der Dübener Heide, der heute Segler, Badegäste und Wassersportler anzieht. Durch ruhige Landschaften radelt ihr in Richtung Lutherstadt Wittenberg, wo es vier weitere UNESCO-Welterbestätten zu entdecken gilt. Die Route endet in der 1916 erbauten denkmalgeschützten Werkssiedlung Piesteritz – heute die größte autofreie Siedlung Deutschlands.

Zurück nach Dessau geht es entspannt über den Elberadweg oder mit der Regionalbahn. Was bleibt, ist die Bewunderung für den Pioniergeist von einst, das Staunen über den Wandel von heute – und ein Gefühl von Zuversicht.

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