Ihr Leid bleibt oft unsichtbar, denn sie leben im Verborgenen – auf Hinterhöfen, Friedhöfen oder verlassenem Industriegelände: Millionen Straßenkatzen kämpfen jeden Tag in Deutschland um ihr Überleben. Mit seiner Kampagne “Jedes Katzenleben zählt” macht der Deutsche Tierschutzbund auf die dramatische Situation aufmerksam und sich für die Tiere stark. Der Verband fordert die Politik auf, das Leid der Tiere durch eine bundesweite Kastrationspflicht für Freigängerkatzen einzudämmen.
„Das meist kurze Leben der Straßenkatzen ist geprägt von Hunger, Verletzungen und Krankheiten“, erklärt Dr. Dalia Zohni, Fachreferentin beim Deutschen Tierschutzbund. Die Mitgliedsvereine des größten Tierschutzdachverbands Europas kümmern sich tagtäglich bundesweit um die vergessenen Tiere. Sie betreuen Futterstellen und lassen Katzen kastrieren und tierärztlich versorgen. Aber der praktische Katzenschutz ist bereits kollabiert „Die Schwemme an Straßenkatzen und ihr Leid sind weder finanziell noch psychisch mehr handhabbar. Die Vereine baden aus, dass die Politik wegschaut!“
Da jede Straßenkatze ursprünglich von einer nicht kastrierten Hauskatze abstammt, kann nur die Kastration den Teufelskreis unkontrollierter Vermehrung stoppen – und damit das Leid von Millionen Katzen beenden. „Wir brauchen endlich eine bundesweite Pflicht für Katzenhalter, ihre Freigänger kastrieren, kennzeichnen und registrieren zu lassen“, so Zohni. Und natürlich kann auch jede und jeder einzelne aktiv werden. Neben der Kastration der eigenen Katze gilt es, andere aufzuklären, sei es im Freundeskreis oder online. „Jede Hilfe zählt! Geld- oder Sachspenden an den Tierschutz ermöglichen wichtige Projekte, um das Leid der Straßenkatzen zu lindern. Denn jede Katze verdient Schutz, Fürsorge und unsere Unterstützung.“
Mehr Infos zur Kampagne des Deutschen Tierschutzbunds „Jedes Katzenleben zählt!“ sowie Möglichkeiten zu helfen, finden Interessierte unter:
www.jetzt-katzen-helfen.de/spenden