Ein Roboter für alle Fälle

Juli 2020 | Handelsblatt | Innovation 4.0

Ein Roboter für alle Fälle

Wir werden ihnen künftig öfter begegnen. Denn intelligent eingesetzte Roboter haben einen gesellschaftlichen Mehrwert.

Ein starkes Team: Von links: Furhat, Double, Pepper, Pudu & Temi: Jeder hat sein ganz spezielles Einsatzgebiet und doch lernen sie voneinander.
Humanizing Technologies / Anzeige

Wir kennen sie aus Science Fiction Filmen oder dem Internet. Entweder haben sie etwas Unheimliches an sich oder aber sie sind niedlich, weil sie lustige Dinge machen. Die Rede ist von Robotern. Die Wirklichkeit hat mit beiden Bildern wenig zu tun, betont Tim Schuster, CEO von Humanizing Technologies. Im Gegenteil: „Die Präsenz von Robotern in der Öffentlichkeit wird sich künftig deutlich erhöhen, denn sie können wichtige gesellschaftliche Aufgaben übernehmen.“ Humanizing Technologies hat derzeit fünf Roboter im Programm, die ganz unterschiedliche Aufgaben wahrnehmen können: Temi und Double sind sogenannte Telepräsenzroboter. Double ist dabei der klassische „Doppelgänger“, mit dem man an zwei Orten gleichzeitig sein kann. Er kommt vor allem in Gesundheitseinrichtungen, Büros oder Universitäten zum Einsatz. Auch Temi ermöglicht eine Präsenz, ohne physisch anwesend zu sein. Außerdem kann er bestimmte Routen selbstständig abfahren, was ihn ideal für Krankenhäuser, Heime, Museen oder Empfangseingänge macht.


Mit Pepper und Furhat hat Humanizing Technologies zwei sogenannte humanoide Roboter im Programm. „Pepper ist unser heimlicher Star“, verrät Schuster. „Dieser Roboter besticht vor allem durch seine Empathie. Daher ist er auch so vielseitig einsetzbar – im Gesundheitswesen, der Altenpflege, in Apotheken, Banken oder dem Einzelhandel.“ Furhat hat hingegen eine ganz andere Aufgabe. Er ist ein sozialer Roboter, der in der Lage ist, wie ein Mensch zu kommunizieren, indem er spricht, zuhört, Emotionen zeigt und sogar Augenkontakt hält. Damit ist er beispielsweise der ideale Sparringspartner für Verkaufstrainings oder ein unvoreingenommener Recruiter.


Neustes Mitglied in der Humanizing Technologies Familie ist Pudu, ein Service-Roboter, der Kleinigkeiten wie Geschirr, Werkzeuge oder Geschenke bis zu 13 Kilogramm pro Tablett transportieren kann. Er wird in Restaurants, Krankenhäusern oder Produktionsstätten eingesetzt, wo er wiederkehrende Routen bedienen kann. Pudu ist in Europa ganz neu auf dem Markt und wird bisher ausschließlich durch Humanizing Technologies vertrieben.

„Durch den Ausbruch von Covid-19 hat der Einsatz von Robotern noch einmal an Bedeutung gewonnen. Interaktion zwischen Menschen ist einerseits wichtig. Allerdings ist die dank neuster Technologien auch ohne physische Präsenz möglich“, erklärt Schuster.


Was die wenigsten dabei wissen: Die Hüllen der Roboter sind im Prinzip austauschbar. Es kommt auf die inneren Werte an – in diesem Fall die Software. „Eigentlich sind wir ein Softwareunternehmen“, betont auch Schuster. Denn kein Roboter liefe „ready to use“ vom Fließband. Es brauche menschliches Know-how, das die zugrundeliegende Software quasi „füttert“. Um den größtmöglichen Mehrwert aus diesem „Futter“ zu ziehen, setzt man bei Humanizing Robotern auf eine Art „Baukasten“ in der Cloud, in dem die einzelnen hardwaregegebenen Funktionalitäten, Möglichkeiten und Stärken der verschiedenen Roboter zu einer alltagstauglichen Gesamtlösung zusammengeführt werden und somit die größtmögliche Synergie und Autonomie der eingesetzten Technologien entsteht.

 

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