First choice: Second-hand
Das alte Smartphone in der Schublade, die Jacke, die nie richtig passte, die ausgelesenen Bücher der Kinder: All das findet heute mit wenigen Klicks neue Besitzer:innen. Vor Jahren hatte die Corona-Pandemie dem Online-Secondhand-Handel zu einem Boom verholfen, immer mehr gebrauchte Produkte wurden im Internet gehandelt. Doch der Trend hält an – befeuert von zwei starken Kräften: dem wachsenden Nachhaltigkeitsbewusstsein und dem Wunsch, in Zeiten hoher Preise Geld zu sparen. Für viele ist Recommerce längst selbstverständlicher Teil des Konsumalltags: Laut einer bevh-Studie kauften zuletzt 55 Prozent der Befragten gebrauchte Ware online, mehr als die Hälfte verkaufte auch selbst. Anbieter wie Vinted, Rebuy oder Momox profitieren. Und selbst große Händler wie Zalando oder Ikea steigen ins Geschäft mit Gebrauchtem ein. Die Aussichten bleiben vielversprechend: Bis zum Jahr 2029 wird ein Wachstum des weltweiten Recommerce-Marktes von rund 55 Prozent vorausgesagt. Aus Aussortieren wird so ein Milliardenmarkt.