»Moderne Franchisesysteme sind Lern- und Innovationsgemeinschaften.«

April 2016 | Capital | Unternehmertum
Neues Unternehmertum
Die Redaktion befragt Experten zu den Potenzialen von Start-ups.
April 2016 | Capital | Unternehmertum

»Wir brauchen eine neue, digitale Unternehmergeneration.«

Catharina van Delden / Bitkom-Präsidiumsmitglied

Die Zukunft der Wirtschaft ist digital – und deshalb brauchen wir in Deutschland eine neue, eine digitale Unternehmergeneration. Geschäftsprozesse wandeln sich, über die Hälfte der deutschen Unternehmen ist sogar überzeugt, dass sie ihr komplettes Geschäftsmodell im Zuge der Digitalisierung ändern müssen. Dabei spielen Start-ups eine entscheidende Rolle. Nur zwei Beispiele von vielen: Health-Start-ups wirbeln derzeit den stark regulierten Gesundheitsmarkt auf. Von der Smartphone-App zur Tinnitus-Therapie bis zur digitalen Gesundheitsakte entstehen Angebote, die Patienten und Versicherte heute erwarten. In der Finanzbranche machen Fintechs das Bezahlen mobil, gleichzeitig revolutionieren sie mit Technologien wie der Blockchain als dezentralem Buchführungsprotokoll das jahrhundertealte Bank- und Geldwesen. Auch etablierte Unternehmen sind gut beraten, sich dieses kreative Potenzial zunutze machen. Nur so können sie die Herausforderungen der digitalen Transformation meistern.

www.bitkom.org

April 2016 | Capital | Unternehmertum

»Wer teilt, gewinnt.«

Florian Nöll / Vorsitzender Bundesverband Deutsche Startups e.V.

Auch die beste Idee benötigt Kapital, um zu einem wirtschaftlich erfolgreichen Produkt oder einer Dienstleistung wachsen zu können. Grundsätzlich ist es natürlich sinnvoll für Gründer, so viele Anteile wie möglich am Unternehmen zu halten. Will man sich jedoch am Markt behaupten, Wettbewerb aushalten, Marktanteile gewinnen und wachsen, ist das in der Regel nicht  ohne externe Geldgeber möglich, die im Gegenzug Anteile am Unternehmen erhalten. Es nützt keinem Gründer, wenn hart gearbeitet, wirtschaftlich gehaushaltet und nebenbei ein gutes Produkt auf die Beine gestellt wurde, dann aber die Wettbewerber den Markt unter sich aufteilen, weil diese über mehr Wachstumskapital verfügen. Deswegen sollte ein Unternehmer  frühzeitig Anteile am Unternehmen verkaufen, um liquide zu bleiben und weiter investieren und möglichst schnell wachsen zu können. Das Ergebnis: Der so erzielte Wachstumsschub kann die Grundlage für späteres, jahrelanges Wachstum und hohe Umsätze bilden. Es gilt : „Fifty percent of something is better than a hundret percent of nothing.“

www.deutschestartups.org

April 2016 | Capital | Unternehmertum

»Moderne Franchisesysteme sind Lern- und Innovationsgemeinschaften.«

Torben Leif Brodersen / Geschäftsführer Deutscher Franchise Verband (DFG)

Franchise ist in Deutschland als kooperatives Geschäftsmodell branchenübergreifend ein integraler Bestandteil der mittelständischen Wirtschaft geworden. Zahlreiche Franchisesysteme haben in den vergangenen Jahren ein enormes Wachstum realisieren können. Was ist das Erfolgsrezept hierfür? Gelebte Partnerschaft unter einem gemeinsamen Markendach, ein intensiver Dialog zwischen Franchisegeber und den -partnern bei gleichzeitiger konsequenter Befolgung gemeinsam definierter Werte und Leitbilder. An anderer Stelle wird mit der Wortkreation „Friendshise“ auf den Punkt gebracht, dass Franchisesysteme nur im Ganzen, nur auf Augenhöhe und nur mit gegenseitigem Respekt und Vertrauen wachsen können. Moderne Franchisesysteme sind Lern- und Innovationsgemeinschaften. Mit diesem Anspruch gelingt es ihnen, sich als starke Marken mit klaren Wettbewerbsvorteilen zu positionieren, von denen alle Beteiligten profitieren. Die Bedeutung dieser besonderen Unternehmenskooperation wird weiter steigen.

www.franchiseverband.com