»2026: Schulterschluss zur digitalen Souveränität«
Gelingt es uns gemeinsam, bei digitalen Schlüsseltechnologien vom Getriebenen zum Gestalter zu werden? Derzeit sind neun von zehn Unternehmen digital abhängig, mehr als die Hälfte könnte ohne Technologien aus dem Ausland nur kurze Zeit weiterarbeiten, wie eine aktuelle Bitkom-Studie gezeigt hat. Zugleich wächst die Bereitschaft, in eigene Kompetenzen, Produkte und Infrastruktur zu investieren, von Cloud über Datenräume bis hin zu KI. Es geht um digitale Souveränität und das heißt: die digitale Transformation selbstbestimmt gestalten und sich aus einseitigen Abhängigkeiten lösen.
Gelingen kann das Deutschland nicht allein, sondern nur gemeinsam im europäischen Verbund. Der jüngste Gipfel für europäische digitale Souveränität, der von Deutschland und Frankreich initiiert wurde, hat dazu wichtige Signale gesendet: Wenn wir unsere Kräfte bündeln, kann Europa ein Ort werden, an dem digitale Technologien nicht nur genutzt, sondern auch entwickelt und in innovative Produkte und Services übersetzt werden.
Die Bundesregierung hat diese Herausforderungen erkannt. War 2025 das Jahr, in dem zum ersten Mal ein eigenständiges Digitalministerium auf Bundesebene eingerichtet wurde, so geht es 2026 darum, das Tempo der digitalen Transformation, des Ausbaus der digitalen Infrastrukturen und der Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung weiter zu erhöhen. Infrastrukturausbau, Verwaltungsdigitalisierung und Bürokratieabbau gehören zusammen. Wenn die Politik den Ausbau von Rechenzentren und Netzen erleichtert und Kooperationen in Europa stärkt, und wenn Unternehmen entschieden in KI, Daten und digitale Geschäftsmodelle investieren, dann wird Europa massiv gestärkt.
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