Reshoring

September 2016 | Capital | International Business

Meldungen

September 2016 | Capital | International Business

Exportmärkte

Deutschlands große Familienunternehmen profitieren von ihrer Exportstärke. Etwa jeden dritten Euro verdienten sie im vergangenen Jahr durch die Ausfuhr von Waren und Dienstleistungen. Das zeigt die aktuelle Studie „Die größten Familienunternehmen in Deutschland“, die der Bundesverband der Deutschen Industrie (BDI) und die Deutsche Bank gemeinsam mit dem Institut für Mittelstandsforschung (IfM) Bonn jährlich veröffentlichen. Frankreich bleibt mit rund 35 Prozent wichtigstes Exportland, die USA liegen mit 30 Prozent auf Rang zwei (2011: Rang drei). China hingegen ist im Fünf-Jahres-Vergleich von Platz zwei auf Rang vier zurückgefallen. Grund hierfür dürfte das nachlassende Wachstum der chinesischen Wirtschaft sein. Auch Russland verlor angesichts der politischen Spannungen und EU-Sanktionen an Bedeutung. Größtes Absatzfeld für deutsche Familienunternehmen bleibt der europäische Binnenmarkt. Laut Studie liegen 71 Prozent der wichtigsten Exportmärkte deutscher  Unternehmen auf ihrem Heimatkontinent.

September 2016 | Capital | International Business

Reshoring

Die Auslagerung industrieller Fertigung, das sogenannte Offshoring, galt lange als einer der Hauptmerkmale der Globalisierung. Nun könnten Wohlstandsgewinne in den Schwellenländern und neue Produktionstechnologien zu einem gegenteiligen Trend führen. Immer mehr Unternehmen entscheiden sich für Reshoring, also die Rückkehr zu heimischer Produktion. 2017 wird Adidas nach 30 Jahren Offshoring zum ersten Mal wieder mitten in Deutschland produzieren – in einer hochmodernen Fabrik im fränkischen Ansbach. BMW fertigt seine Elektroautos i3 und i8 bereits in einer Smart Factory in Leipzig. Autozulieferer Continental investiert in seinen Standort in Regensburg und erprobt den Einsatz von Robotern. Auch US-Firmen betreiben Reshoring. Apple fertigt seinen iMac-Computer seit 2013 wieder in den USA. General Electric holte die Kühlschrankproduktion von China zurück nach Kentucky. Große Unternehmensberatungen prognostizieren eine immer individualisiertere Fertigung, bei der die Nähe zum Kunden zur Norm wird.

September 2016 | Capital | International Business

Elektromobilität

Trotz aktuell verhaltener Nachfrage hat sich ein internationales Wettrennen um den Markt für Elektrofahrzeuge entwickelt. Momentaner Vorreiter ist China. Beim Ranking der wichtigsten Herstellerländer für Elektrofahrzeuge führt das Land erstmals vor Japan. Deutschland liegt bei den wichtigsten Produktionsländern weiterhin auf Platz drei vor den Vereinigten Staaten. Dies sind die zentralen Ergebnisse des aktuellen Electric Vehicle Index (EVI) von McKinsey, in dem die Unternehmensberatung regelmäßig die Entwicklung der E-Mobilität in den wichtigsten Ländern misst. Nach Einschätzung der Experten wird sich Elektromobilität schnell aus einem Nischen- in den Massenmarkt bewegen, sobald sich international strengere Emissionsgrenzwerte durchsetzen. Dann könnte Deutschland mittelfristig zum führenden Produktionsstandort für E-Fahrzeuge werden. Rund ein Drittel der weltweiten Produktion von E-Fahrzeugen bis 2021 trauen die Experten den deutschen Herstellern zu.