»Der Wohlstand Deutschlands hängt von globaler Vernetzung ab.«

September 2016 | Capital | International Business
Exportland Deutschland
Die Redaktion befragt Experten zu Herausforderungen und Chancen der Globalisierung.
September 2016 | Capital | International Business

»Der Wohlstand Deutschlands hängt von globaler Vernetzung ab.«

Ulrich Ackermann / Leiter; Abteilung Außenwirtschaft im VDMA

Deutschland ist Industrieland. Heute zahlt sich aus, dass wir den Irrweg einer De-Industrialisierung nicht gegangen sind und die Position als weltweit führender Industriestandort ist dafür bester Beleg. Dem Maschinen- und Anlagenbau kommt dabei eine herausragende Bedeutung zu: Er ist mit über einer Million Beschäftigen das Rückgrat der deutschen Industrie und der Maschinenbau steht im Zentrum, wenn es um die Technologien der Zukunft geht. Industrie 4.0 ist dafür ein gutes Beispiel. Der Maschinen- und Anlagenbau ist existenziell abhängig sowohl vom Export aus Deutschland als auch von eigenen Aktivitäten vor Ort in ausländischen Märkten. Denn der Dreiklang aus Innovationskraft, Systemverständnis sowie Spitzenqualität Made in Germany ist weltweit stark nachgefragt. Der Höchststand deutscher Maschinenexporte ist dafür bester Beleg: in 2015 waren es 155,5 Mrd. Euro. Wirtschaftlicher Wohlstand in Deutschland hängt damit im hohen Maße von Freihandel und globaler Vernetzung ab.


www.vdma.org

September 2016 | Capital | International Business

»Das Thema geschäftliche Mobilität muss neu gedacht werden.«

Dirk Gerdom / Präsident; Verband Deutsches Reisemanagement e.V.

Digitalisierung als gesellschaftlicher Megatrend beeinflusst die Geschäftsreise der Zukunft – und das bereits heute. Geschäftsreisende haben höchste Ansprüche an ihre individuelle Mobilität. Dank Smartphone und Tablet-PC sind sie dabei deutlich autonomer unterwegs, als noch vor zehn Jahren. Apps und andere digitale Prozesse der Informationsbeschaffung können Gewohnheiten und Standards verändern. Immer und überall auf vielen Kanälen gleichzeitig online zu sein, klingt verlockend.  Die Freude über die neue Freiheit bleibt aber nicht ungetrübt, denn eine höhere Datenmobilität wirft zugleich Fragen nach deren Schutz auf. Je verfügbarer Individual- und Unternehmensdaten sind, desto größer ist die Gefahr von Datendiebstahl, Spionage oder ungewollten Eingriffen in die Privatsphäre. Wer dennoch künftig auf dem globalen Markt erfolgreich sein will, muss angesichts der digitalen Vernetzung das Thema geschäftliche Mobilität im Sinne des reisenden Individuums neu denken: interdisziplinär, holistisch, lösungsorientiert.


www.vdr-service.de

September 2016 | Capital | International Business

»Deutschland profitiert von seiner Exportstärke.«

Dr. jur. Alexander M. Moseschus / Verbandsgeschäftsführer; Deutscher Factoring-Verband e.V.

Die Mitglieder des Deutschen Factoring-Verbandes haben im ersten Halbjahr 2016 ein Umsatzplus in Höhe von 104,51 Mrd. Euro erwirtschaften können, ein Zuwachs von 4 Prozent trotz des anhaltenden Niedrigzinsumfeldes. Kunden und Neu-Kunden, gerade aus dem Mittelstand, setzen nach wie vor auf Factoring als moderne Form der Finanzierung. Dies spiegelt sich auch in den aktuellen Kundenzahlen wider, welche auf nunmehr 20.740 Kunden anstiegen (ein Plus von 8 Prozent). International betrachtet profitiert Deutschland dabei von seiner Exportstärke, was auch die Umsätze im Export-Factoring zeigen, welche erneut um 14,86 Prozent auf 30,84 Mrd. Euro angestiegen sind und dies sogar bei einer verlangsamten internationalen Nachfrage. Diese Marktdaten sind repräsentativ für den gesamten deutschen Factoring-Markt; nach jüngsten neutralen Untersuchungen bedienen die Mitglieder des Deutschen Factoring-Verbandes über 98 Prozent des verbandlich organisierten Factoring-Volumens.


www.factoring.de