KI-Risiken begrenzen
Angesichts von Meldungen über existienziell bedrohliche KI-Systeme mahnt Thorsten Holz, Direktor am Max-Planck-Institut für Sicherheit und Privatsphäre, zu Rationalität. Es gebe keine wissenschaftlichen Belege dafür, dass KI die Menschheit in den kommenden Jahren auslöschen könnte: „Zahlen wie zehn oder zwanzig Prozent sind subjektive Risikoeinschätzungen und keine empirisch bestimmbaren Wahrscheinlichkeiten“, so Holz in einem Interview auf der Max-Planck-Website. Allerdings hätten sich die Gründe, sehr leistungsfähige KI als Sicherheitsrisiko ernst zu nehmen, im vergangenen Jahr deutlich verstärkt. Holz fordert, KI-Agenten nur die Rechte und Zugriffsmöglichkeiten zu geben, die sie tatsächlich benötigen, sie von kritischen Systemen zu isolieren und sicherheitsrelevante Aktionen zu überwachen sowie nachvollziehbar und unterbrechbar zu gestalten. Zudem brauche es unabhängige Evaluationen, systematische Sicherheitstests und international abgestimmte Standards.