Autos

März 2021 | Wirtschaftswoche | Green Economy

Meldungen

März 2021 | Wirtschaftswoche | Green Economy

Landwirtschaft

Die Agrarbranche ist unverzichtbar, um unseren hohen Lebensstandard zu halten, gleichzeitig aber auch für Schäden und Verluste verantwortlich, wie etwa Verunreinigungen des Trinkwassers, Artensterben oder nicht-artgerechte Tierhaltung. Landwirte sind hier allerdings in einer schwierigen Lage. Denn viele Betriebe haben sehr wohl Leistungen für Umwelt und Gemeinwohl vorzuweisen, werden dafür aber nicht angemessen vergütet. Aber um eine leistungsgerechte Bezahlung zu ermöglichen, bedarf es einer einzelbetrieblichen Offenlegung der geschaffenen Werte. Genau dies soll nun ein Online-Tool der Regionalwert AG Freiburg leisten. Die Regionalwert AGs unterstützen Betriebe im Bereich ökologische Landwirtschaft. Über das Tool können Landwirte anhand von 140 Kennzahlen aus Ökologie, Sozialem und Regionalökonomie ihre Leistungen nachweisen. Dies ist auch in der Kommunikation gegenüber den Verbraucher:innen wichtig. Denn viele würden, wie Umfragen belegen, auch mehr für Nahrungsmittel bezahlen, wenn sie deren Wert besser nachvollziehen könnten.

 

März 2021 | Wirtschaftswoche | Green Economy

Mode

Für immer mehr Modemarken gehört Nachhaltigkeit inzwischen zum unverzichtbaren Markenkern. Anstatt Materialien wie Polyester und Nylon zu verwenden, die Kunststoffe enthalten, wollen immer mehr Marken auf Materialien wie recycelte Baumwolle, Lyocell (aus Holzzellstoff) und Viskose (aus Holz) umsteigen. Das Problem: Die Modebranche zählt zu den fragmentiertesten Industrien mit den komplexesten Lieferketten der Welt. Die Produktion eines einzigen Kleidungsstücks kann bis zu sieben Fertigungsstufen in unterschiedlichen Ländern umfassen. Das wiederum macht es extrem schwer, zu überwachen, welche Materialien tatsächlich in den Endprodukten verarbeitet werden. Abhilfe soll nun die Blockchain-Technologie schaffen, mit der nicht nur ein transparenter und sicherer Bezahlvorgang bei digitalen Währungen möglich ist, sondern auch die Überwachung von Lieferketten. Jeder einzelne Produktionsschritt kann dann genau überwacht werden – für Expert:innen eine Grundvoraussetzung dafür, dass Hersteller überhaupt nachhaltig wirtschaften können.

März 2021 | Wirtschaftswoche | Green Economy

Autos

Der Volkswagen-Konzern setzt im Rahmen eines im Oktober 2020 gestarteten Pilotprojektes Künstliche Intelligenz ein, um die Lieferketten seiner Marken Porsche, Audi und VW nach ökologischen Gesichtspunkten zu optimieren. So sollen Nachhaltigkeitsrisiken wie Umweltverschmutzung, Menschenrechtsverstöße und Korruption nicht nur bei direkten Geschäftspartnern, sondern auch in den tieferen Stufen der Handelsbeziehungen frühzeitig erkannt werden. Mit der Technologie können lieferantenbezogene Nachrichten aus öffentlich zugänglichen Medien und sozialen Netzwerken in mehr als 50 Sprachen und aus über 150 Ländern identifiziert und ausgewertet werden. Bei Anzeichen von Nachhaltigkeitsrisiken in der Lieferkette werden die Marken benachrichtigt. Die Beschaffung prüft dann den Sachverhalt und die Einleitung von Gegenmaßnahmen. Die KI wird so zum proaktiven Frühwarnsystem für Verstöße gegen die Nachhaltigkeitsanforderungen des Konzerns und ergänzt dabei herkömmliche Beschwerdekanäle wie Postfächer oder Ombudsleute.