Zentralbanken kaufen Gold
Die weltweite Nachfrage der Zentralbanken bleibt ein wichtiger Preistreiber am Goldmarkt. Der World Gold Council berichtet, dass die Notenbanken im 1. Quartal 2026 netto 244 Tonnen Gold kauften, rund drei Prozent mehr als im Vorjahr. Damit verschiebt sich die Nachfrage weg von rein spekulativen Käufen hin zu strategischer Reservepolitik. Für den Markt ist das ein starkes Signal, weil diese Nachfrage meist langfristig ausgerichtet ist und Preiskorrekturen abfedern kann. Zugleich verstärkt sie die Diskussion über Gold als Reservewährung in einer Welt mit politischer und fiskalischer Unsicherheit. Für Privatanlegerinnen und -anleger muss das keine Kaufempfehlung sein, aber ein Hinweis darauf, wie wichtig Gold für Staaten weiterhin eingeschätzt wird. Die Käufe der Notenbanken stützen den Preis und erhöhen die Aufmerksamkeit für das Edelmetall. Für Anleger bleibt Gold damit ein defensiver, aber schwankungsanfälliger Baustein.