Sicher unterwegs

Mai 2016 | Capital | Business Travel

Meldungen

Mai 2016 | Capital | Business Travel

Reisenation China

Im Jahr 2015 haben chinesische Unternehmen erstmals mehr Ausgaben für Geschäftsreisen getätigt als ihre US-amerikanischen Counterparts. Während Unternehmen aus dem Reich der Mitte 291,2 Milliarden Dollar für Geschäftsreisen ausgaben, waren es bei den amerikanischen Unternehmen, die bisher stets die Business-Reiseweltmeister waren, 290,2 Milliarden Dollar. Das US-amerikanische Wirtschaftsmagazin Fortune berichtete dies mit Berufung auf die aktuelle Studie der Global Business Travel Association (GBTA). GBTA-Direktor Michael McCormick sprach in der Zeitung USA Today von einem Meilenstein: „Zum ersten Mal verzeichnen wir hier eine grundsätzliche Änderung im globalen Wettbewerb“, so McCormick. „Das Spiel ändert sich gerade.“ Auf der Rangliste der Ausgaben für Geschäftsreisen werden China und die USA von Japan gefolgt. Deutschland liegt auf dem vierten Platz.

Mai 2016 | Capital | Business Travel

Sicher unterwegs

Das Thema Sicherheit auf Geschäftsreisen wird immer wichtiger, so die ersten Ergebnisse der VDR-Geschäftsreiseanalyse 2016. Die Zahl der kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU), die sich mit dem Thema Sicherheit auf Geschäftsreisen beschäftigt, ist binnen eines Jahres um sieben Prozent auf 53 Prozent gestiegen. Bei den größeren Konzernen beschäftigen sich inzwischen sogar 81 Prozent mit dem Thema. Sicherheitsmaßnahmen rund um den Datenschutz sowie Gesundheits- und Präventionsprogramme belegen die vorderen Plätze. VDR-Präsident Dirk Gerdom: „Wenn es um den Umgang mit Gefahrensituationen geht, können wir nur auf die Symptome reagieren. Die Ursachen müssen durch die Politik behoben werden.“ Große Unternehmen siedeln das Thema Sicherheit verstärkt bei den Reiseprofis im Bereich Travel Management an, während es im Personalwesen eher eine geringere Rolle spielt.

Mai 2016 | Capital | Business Travel

Iran: Pro & Contra

Darf man Geschäfte mit dem Iran machen? Über diese Frage streiten Wirtschaftsvertreter und Politik. Vor der für Anfang Mai geplanten Reise des Wirtschaftsministers Sigmar Gabriel in den Iran warnten US-amerikanische Interessensverbände in Zeitungsanzeigen vor einem Imageverlust deutscher Unternehmen, die mit „den Ayatollahs“ Geschäfte machen. Auch die Jusos forderten Gabriel auf, die Reise abzusagen. Begründung: Das iranische Regime unterstütze Terrorgruppen und drohe dem Staat Israel mit der Zerstörung. Am Ende fand die Reise wegen einer Erkrankung Gabriels nicht statt. Sie soll jedoch nachgeholt werden. Mit der Aufhebung der nuklearbezogenen Sanktionen erwartet die deutsche Industrie einen Wachstumsschub im Geschäft mit dem Iran. „Wir halten in den kommenden fünf Jahren eine Verdopplung der Ausfuhren von derzeit rund 2,4 Milliarden Euro für realistisch“, so BDI-Präsident Ulrich Grillo.