»Medizinischer Fortschritt lebt vom Mitmachen«
Wir brauchen neue Medikamente, weil viele Krankheiten noch nicht gut zu therapieren sind, Bakterien gegen Antibiotika resistent werden können und es für viele seltene Leiden keine wirksame Therapie gibt. Auch bewährte Arzneimittel helfen nicht jedem gleich gut oder verursachen belastende Nebenwirkungen.
Kein Medikament, Impfstoff oder keine Therapie sollte eingesetzt werden, nur weil eine Idee im Labor überzeugend klingt. Erst klinische Forschung zeigt, ob eine Behandlung wirkt, welche Risiken sie hat und wem sie hilft. Sie ist die Brücke zwischen Labor und medizinischer Versorgung. Sie sucht Antworten: Was hilft, wenn Behandlungen versagen? Wie wird eine Therapie verträglicher? Welche Behandlung passt zu welchem Menschen?
Klinische Forschung prüft neue Wirkstoffe, Kombinationen und Anwendungen bekannter Medikamente und Medizinprodukte. Sie trägt dazu bei, Krankheiten früher zu erkennen und Therapien auf den einzelnen Patienten zuzuschneiden. Was heute selbstverständlich erscheint – von Impfungen bis zu modernen Krebstherapien –, war Gegenstand einer klinischen Studie.
Wer teilnimmt, ist kein „Versuchskaninchen“. Klinische Studien folgen strengen ethischen und gesetzlichen Regeln; Gesetze schreiben den Schutz der Teilnehmer vor. Vor einer Teilnahme erläutert der Arzt Ziel, Ablauf, Vorteile, Risiken und Behandlungsalternativen. Die Einwilligung ist freiwillig und kann jederzeit ohne Nachteile zurückgezogen werden.
Die Teilnahme kann Zugang zu neuen Diagnosemöglichkeiten oder Arzneimitteln eröffnen. Vor allem macht sie Fortschritt möglich: Teilnehmer helfen, Krankheiten besser zu verstehen und Medikamente wirksamer und sicherer zu machen.
bpi.de