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Dezember 2023 stern Nachhaltig Leben

COP28

Die Weltgemeinschaft hat sich auf der UN-Klimakonferenz COP28 in Dubai auf eine Abschlusserklärung geeinigt, die zur Abkehr von fossilen Energien auffordert. Für Claudia Kemfert, Leiterin der Abteilung Energie, Verkehr, Umwelt im DIW Berlin, ist das längst nicht ausreichend. Sie kritisiert die COP28 als „reines Greenwashing“ und die Abschlusserklärung mitnichten als ein historisches Paket, wie behauptet. „Ein Umstieg ist kein Ausstieg aus fossilen Energien“, so Kemfert. „Die hier gewählten Wortgirlanden lassen zu viele Schlupflöcher, zu viele Hintertüren offen, damit weiterhin fossile Energien genutzt werden können.“ Nur eine Verpflichtung zum sofortigen Ausstieg aus fossilen Energien hätte dazu führen können, dass die Klimaziele erreicht werden. „Mit dieser Einigung wird das 1,5-Grad-Ziel kaum mehr erreichbar sein.“ Die Reaktionen von Umweltschutzorganisationen sind nicht weniger kritisch. Sie reichen von „Verpasste Chance für Klimagerechtigkeit“ (BUND) bis  „Absolut unzureichend“ (Fridays for Future). Greenpeace spricht immerhin vom „Beginn vom Ende der fossilen Industrie“.

Dezember 2023 stern Nachhaltig Leben

Umsteuern gefordert

Die Folgen der Klimakrise, die inzwischen auch in Deutschland stark spürbar sind, machen den Menschen in Deutschland große Sorgen, so eine gemeinsame Studie von Umweltbundesamt und Bundesumweltministerium. Demnach nehmen 85 Prozent der Befragten bereits sehr starke oder starke Auswirkungen des Klimawandels in Form von anhaltender Trockenheit, Niedrigwasser und Dürren wahr. Entsprechend hoch ist der Stellenwert von Anpassungs- und Schutzmaßnahmen: Gut zwei Drittel der Befragten sehen es etwa als sehr wichtig an, Wälder zu Mischwäldern umzubauen, die gegen Trockenheit robust sind. Bei der Frage nach möglichen Gesundheitsgefahren sagten 73 Prozent, dass die Klimafolgen ihrer Gesundheit äußerst stark oder stark schaden können. Die vergangenen Jahre zeigten sehr deutlich, dass Wetterextreme zunähmen – mit erheblichen negativen Wirkungen auf die Umwelt, die Wirtschaft und auch auf die Gesundheit der Menschen, so Bundesumweltministerin Steffi Lemke. „Das zwingt uns, vorzusorgen und uns an die Folgen der Klimakrise anzupassen.“ 

Dezember 2023 stern Nachhaltig Leben

E-Auto-Studie

Die Nutzung eines Elektroautos ist dem Verein der Ingenieure VDI zufolge nach einer Fahrstrecke von 65.000 Kilometern klimaschonender als der Betrieb eines Autos mit Verbrennungsmotor. Voraussetzung sei, dass das E-Fahrzeug mit Ökostrom geladen wird. Denn auch beim Abbau von Rohstoffen, bei der Produktion der Batterien sowie der Lieferung aus Asien werden Treibhausgase emittiert. „E-Autos und Hybridfahrzeuge starten durch die ressourcenintensive Herstellung der Antriebstechnologie bei ihrer Ökobilanz mit einem ökologischen Rucksack, da die Batterieproduktion heutzutage fast ausschließlich noch in Asien stattfindet“, sagte Joachim Damasky, der Vorsitzende der VDI-Gesellschaft Fahrzeug- und Verkehrstechnik. „In der Langzeitbetrachtung setzen sich bei der Ökobilanz dann E-Autos und hybridbetriebene Fahrzeuge dauerhaft durch.“ Werde das E-Auto mit dem derzeit üblichen Energiemix geladen, also auch mit Kohlestrom, so wird der Betrieb eines elektrischen Fahrzeugs dem VDI zufolge erst ab mindestens 90.000 Kilometern nachhaltiger.