Was ist schöner, als das Zuhause mit einer Katze zu teilen? Na klar: Das Zuhause mit mehreren Katzen zu teilen! Laut einer repräsentativen Erhebung im Auftrag des Zentralverbands Zoologischer Fachbetriebe (ZZF) aus dem Jahr 2024 leben knapp 16 Millionen Samtpfoten unter deutschen Dächern – wobei in 38 Prozent aller Katzenhaushalte zwei oder mehr Stubentiger schnurren. Kein Wunder, schließlich ist der Mythos, Katzen seien strikte Einzelgänger, längst entkräftet. Zwar jagen sie nicht gemeinsam, wie es Löwen tun. Domestizierte Hauskatzen meiden in der Regel aber auch nicht von sich aus jeglichen Kontakt zu Artgenossen – ein Verhalten, das bis heute ihre wilde Vorfahrin an den Tag legt, die scheue Falbkatze.
Was ihre Beziehungen angeht, ähneln Katzen ein wenig uns Menschen: Die Chemie muss stimmen, wenn das Zusammenleben funktionieren soll. Tierpsychologin Julia Blüher weiß: „Katzen sind gesellige Einzelgänger. Sie suchen gerne von sich aus den Kontakt, möchten aber auch nicht ständig welchen.“ Und natürlich spielen die individuellen Erfahrungen jedes Tieres – positive, negative oder auch fehlende – eine wichtige Rolle. Eine Katze, die ihr ganzes Leben allein verbracht hat, wird sich als Seniorin mit plötzlicher Katzengesellschaft eventuell schwertun. Da man heute weiß, dass Katzen keine strikten, sondern soziale Einzelgänger sind, geben viele Züchter und Tierheime ihre Jungkatzen nur noch im Doppelpack ab. Alternativ werden einzelne Katzenkinder zu bereits im Haushalt lebenden Katzen vermittelt. So haben die Kleinen einen Spielkameraden an ihrer Seite und die Chance auf ein artgerechtes Leben.
Was ist schöner, als das Zuhause mit einer Katze zu teilen? Na klar: Das Zuhause mit mehreren Katzen zu teilen! Laut einer repräsentativen Erhebung im Auftrag des Zentralverbands Zoologischer Fachbetriebe (ZZF) aus dem Jahr 2024 leben knapp 16 Millionen Samtpfoten unter deutschen Dächern – wobei in 38 Prozent aller Katzenhaushalte zwei oder mehr Stubentiger schnurren. Kein Wunder, schließlich ist der Mythos, Katzen seien strikte Einzelgänger, längst entkräftet. Zwar jagen sie nicht gemeinsam, wie es Löwen tun. Domestizierte Hauskatzen meiden in der Regel aber auch nicht von sich aus jeglichen Kontakt zu Artgenossen – ein Verhalten, das bis heute ihre wilde Vorfahrin an den Tag legt, die scheue Falbkatze.
Was ihre Beziehungen angeht, ähneln Katzen ein wenig uns Menschen: Die Chemie muss stimmen, wenn das Zusammenleben funktionieren soll. Tierpsychologin Julia Blüher weiß: „Katzen sind gesellige Einzelgänger. Sie suchen gerne von sich aus den Kontakt, möchten aber auch nicht ständig welchen.“ Und natürlich spielen die individuellen Erfahrungen jedes Tieres – positive, negative oder auch fehlende – eine wichtige Rolle. Eine Katze, die ihr ganzes Leben allein verbracht hat, wird sich als Seniorin mit plötzlicher Katzengesellschaft eventuell schwertun. Da man heute weiß, dass Katzen keine strikten, sondern soziale Einzelgänger sind, geben viele Züchter und Tierheime ihre Jungkatzen nur noch im Doppelpack ab. Alternativ werden einzelne Katzenkinder zu bereits im Haushalt lebenden Katzen vermittelt. So haben die Kleinen einen Spielkameraden an ihrer Seite und die Chance auf ein artgerechtes Leben.
PASSENDE PARTNERTIERE UND KOMMUNIKATION VERSTEHEN
Was aber, wenn der Wunsch nach einer Zweitkatze erst im Laufe der Zeit aufkommt? Oder wenn eine Mitbewohnerin verstorben und ein Platz im Körbchen neu zu vergeben ist? Wenn zwei Katzen zusammengeführt werden, erfordert das von ihren „Dosenöffnern“ viel Geduld, Feingefühl und Kenntnis im Bereich der Katzenkommunikation. Damit die Vergesellschaftung möglichst reibungslos verläuft, sollte ein passendes Partnertier gefunden werden. „Ideal ist es, wenn sich die Katzen in der gleichen Altersstufe befinden“, rät Julia Blüher. „Aber auch Faktoren wie das Geschlecht, der Charakter und das Energielevel spielen eine Rolle.“ Als Faustregel gilt der alte Spruch: Gleich und gleich gesellt sich gern. Katzen, die sich vom Alter, vom Temperament und von der Fellfarbe her ähneln, haben die besten Chancen auf ein harmonisches Miteinander. Gleichgeschlechtliche Pärchen oder Trios funktionieren ebenfalls oftmals gut – wobei es durchaus Katzenbesitzer gibt, die auf gemischtgeschlechtliche Gruppen schwören. Abgesehen davon kann auch die Kombination agiler, verspielter Senior plus Jungkatze funktionieren. Letzten Endes entscheidet die Sympathie, ob aus zwei Katzenpersönlichkeiten ein Team wird.
»Katzen sind Raubtiere und haben ein Revier zu verteidigen.«
„Bei einer Vergesellschaftung muss man sich darüber im Klaren sein, dass diese nur in den seltensten Fällen mit Liebe auf den ersten Blick stattfindet“, sagt Verhaltensberaterin Julia Blüher. Viele Samtpfoten reagieren zunächst mit Zurückhaltung und Skepsis. „Die Katzen beobachten aus sicherer Entfernung, schnuppern vorsichtig und sind jederzeit bereit, sich zurückzuziehen. Ein starrer Blick ohne Blinzeln und ein geduckter Gang zeigen: ,Ich habe dich im Auge!‘“ Oftmals werden die ersten Begegnungen von Knurren oder Fauchen begleitet. Ein gelegentlicher Pfotenhieb ist keine Seltenheit. „Für Menschen wirken solche Verhaltensweisen schnell bedrohlich oder negativ“, weiß Julia Blüher. „Als Tierpsychologin kläre ich dann gerne auf, dass es sich hier um Kommunikation handelt, die wichtig ist, um Bindungen miteinander knüpfen zu können. Ohne Kontakte können keine Grenzen festgelegt werden.“ Ihr Tipp: „Geben Sie den Tieren Raum und Zeit, sich aneinander zu gewöhnen, und greifen Sie nach Möglichkeit nicht ein. Nicht jede Rauferei ist gleich ein Indiz dafür, dass die Katzen sich nicht ausstehen können.“
RÄUMLICHE TRENNUNG AM ANFANG IST SINNVOLL
Um das erste Aufeinandertreffen der neuen Mitbewohner so angenehm wie möglich zu gestalten, rät die Expertin, die Wohnung vor dem Einzug des Neulings auf ihre Katzenfreundlichkeit zu überprüfen und gegebenenfalls nachzubessern. Der Neuankömmling benötigt nämlich nicht nur eine eigene Katzentoilette, einen Schlafplatz und Futternapf, sondern auch ausreichend Versteck- und Fluchtmöglichkeiten. Synthetische Pheromone, etwa in Form von Verdampfern, können dabei helfen, eine entspannte Atmosphäre zu schaffen. Den Duft dieser Pheromone wahrzunehmen, kann insbesondere ängstliche Katzen beruhigen und sie dabei unterstützen, Veränderungen durchzustehen. Gerüche spielen für Katzen eine entscheidende Rolle. „Es ist hilfreich, wenn man vorab den Geruch der Katzen untereinander austauscht, bevor sie sich in der Wohnung begegnen – also einige Tage vorher Decken oder Kissen tauscht“, rät die Tierpsychologin. „Katzen sind Raubtiere und haben ein Revier zu verteidigen. Ist der Neue dann schon geruchlich bekannt, ist die Bedrohung nicht mehr so stark.“ Wer die Möglichkeit dazu hat, sollte dem Neuling ein eigenes Ankunftszimmer mit Katzentoilette und Futterplatz einrichten. Ein bis zwei Tage sollte die Trennung dauern, bei der sich die beiden idealerweise durch eine Gittertür beschnuppern und beobachten können. Handelsübliche Kindergitter mit engeren Stäben oder verdichtet mit Kaninchendraht bieten da eine gute Möglichkeit. „Bitte sehen Sie in jedem Fall davon ab, die Katzen zu zwingen, einander kennenzulernen“, warnt Julia Blüher. Grob könne man sagen, dass es nach ungefähr zwei Wochen Zeichen der Annährung geben sollte. Manche Katzen verstünden sich in dieser Phase schon blendend, andere bräuchten noch etwas mehr Zeit. „Freundschaft lässt sich eben nicht erzwingen. Aber mit Ruhe, Routine und positiver Bestärkung wächst die Chance auf ein friedliches Zusammenleben.“