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Fokus: Best Ager

Dezember 2025 stern Glücklich im Alter

ARBEITEN: NEUES GESETZ

Viele freuen sich auf die Rente, andere möchten oder müssen länger arbeiten – sei es aus Freude am Beruf, aus finanziellen Gründen oder, weil schlichtweg ihre Erfahrung gebraucht wird. Gleichzeitig verschärft der Fachkräftemangel die Lage in vielen Branchen. Mit der Aktivrente hat die Bundesregierung nun ein Modell beschlossen, das beiden Seiten entgegenkommen soll. Ziel ist es, älteren Beschäftigten den Übergang in den Ruhestand flexibler zu gestalten und ihre Berufserfahrung länger zu nutzen. Konkret bedeutet die Aktivrente: Wer das gesetzliche Rentenalter erreicht hat und freiwillig weiterarbeitet, soll künftig bis zu 2.000 Euro im Monat steuerfrei dazuverdienen können – ohne Abzüge und ohne Nachteile bei der Rente. Das macht eine Weiterbeschäftigung im bisherigen Beruf attraktiver und kann gleichzeitig helfen, Engpässe in Unternehmen abzufedern. Die Aktivrente soll zum 1. Januar 2026 in Kraft treten.

Dezember 2025 stern Glücklich im Alter

VORBEUGEN: NEUE ERKENNTNISSE

Fakt ist: Im Alter nehmen Krankheiten zu, die körperliche Verfassung lässt nach. Damit Menschen jedoch länger gesund und selbstbestimmt leben können, fordert die Nationale Akademie Leopoldina neue Wege in der Altersmedizin. Zentrales Ziel der Wissenschaftler:innen: den Prozess des Alterns besser verstehen. Dafür soll ein Forschungsnetzwerk entstehen, das Daten aus Medizin, Biologie und digitaler Gesundheitsforschung bündelt. Auch ein eigenes Tierversuchsgesetz wird empfohlen, um wichtige Studien zu beschleunigen. Forschungserkenntnisse sollen zudem schneller in Medikamente und Therapien umgesetzt werden – etwa durch nationale Biobanken und Studien, die zeigen, welche Behandlungen das biologische Alter positiv beeinflussen. Wichtig ist den Forschenden auch ein breiteres Bewusstsein für Geromedizin und Prävention. Ärzt:innen sollen dafür besser ausgebildet, die Öffentlichkeit verstärkt über gesundes Altern informiert werden.

Dezember 2025 stern Glücklich im Alter

REISEN: NEUE BEDÜRFNISSE

Europas Bevölkerung wird immer älter – und das verändert auch den Tourismus. Eine neue Studie des EU-Parlaments zeigt, dass Reisen älterer Menschen („Silver Tourism“) für Gesellschaft, Wirtschaft und Gesundheit stark an Bedeutung gewinnen. Denn Urlaub fördert Wohlbefinden, Bewegung, soziale Kontakte und entlastet zugleich die klassische Reisesaison in den Ferienzeiten. Die Studie beschreibt sechs wachsende Bereiche, vom Wellness- über den medizinischen bis zum barrierefreien Tourismus. Doch die Entwicklung wird gebremst: Stereotype Darstellungen in Werbung, finanzielle Hürden und unzureichende Barrierefreiheit schließen viele ältere Menschen weiterhin aus. Die Autor:innen fordern deshalb eine europäische Strategie, mehr Förderung nachhaltiger Angebote und bessere Daten zum Reiseverhalten Älterer. Klar ist: Bis 2040 könnten Senior:innen rund 65 Prozent der touristischen Ausgaben in der EU ausmachen. Ihr Potenzial ist also enorm.