Weniger Wohnraum
Das Pestel-Institut hat im Januar 2026 neue Zahlen zum Wohnungsmangel in Deutschland vorgelegt und zeichnet dabei ein deutlich verschärftes Bild der Lage. Demnach fehlten bereits Ende 2024 rund 1,4 Millionen Wohnungen – ein neuer Höchststand, der die wachsende Diskrepanz zwischen Angebot und Nachfrage unterstreicht. Besonders brisant sei, dass der Engpass längst nicht mehr nur Haushalte mit niedrigen Einkommen betrifft. Zunehmend geraten auch Fachkräfte, Familien mit mittleren Einkommen sowie Unternehmen unter Druck, weil bezahlbarer Wohnraum fehlt und damit die wirtschaftliche Entwicklung gebremst wird. Für die kommenden Jahre fällt die Prognose verhalten aus: Das Institut rechnet lediglich mit rund 200.000 neu gebauten Wohnungen jährlich. Damit würde nur etwa die Hälfte des tatsächlichen Bedarfs gedeckt. Regional zeigen sich besonders starke Engpässe. In Hamburg fehlen laut Studie aktuell rund 26.000 Sozialwohnungen, in Schleswig-Holstein summiert sich das Defizit auf etwa 46.000 Wohnungen. Nach Einschätzung der Autoren dürfte sich die Situation weiter verschärfen.