Compliance

Oktober 2015 | Wirtschaftswoche | Sicherheit

Meldungen

Oktober 2015 | Wirtschaftswoche | Sicherheit

Finanzierung

Zu einem der größten unternehmerischen Risiken gehört der Kapitalmangel – besonders für sogenannte Zukunftstbranchen. Laut einem aktuellen Report der Unternehmensberatung Ernst & Young hat besonders die deutsche Biotech-Branche gerade massive Probleme, sich zu finanzieren. Es fehle die Unterstützung durch Politik und Kapitalgeber. Demnach sammelten deutsche Biotech-Start-ups im vergangenen Jahr Risikokapital im Volumen von 155 Millionen Euro ein – 5,5 Prozent weniger als 2013. Zum Vergleich habe sich in Großbritannien das Volumen im gleichen Zeitraum auf 447 Millionen Euro mehr als verdoppelt. Obwohl wichtige Zukunftsthemen wie Ressourcenschonung, Emissionsschutz und nachwachsende Rohstoffe zu den Kernkompetenzen von Biotech-Firmen gehören, hat die Branche in Deutschland nach wie vor ein schlechtes Image. Mit dem Blick auf die deutsche Regierung schreiben die Autoren: „Es muss alles getan werden, damit die privaten Anleger jeglicher Kategorie gerade jetzt den Weg zur Investition in Aktien finden und dabei incentiviert werden.“

Oktober 2015 | Wirtschaftswoche | Sicherheit

Compliance

Wie kommt es eigentlich zu Compliance-Verstößen? Mit dieser spannenden Frage beschäftigt sich der Kölner Verhaltensökonom und Wirtschaftsethiker Prof. Dr. Bernd Irlenbusch schon seit vielen Jahren. In einem aktuellen Interview mit dem Fachmagazin compliance-manager.net gibt er einen interessanten Einblick in seine Forschung. Der überwiegende Teil der unmoralischen Dinge, die in der Wirtschaft passieren, so Irlenbusch, geht darauf zurück, dass Menschen gar nicht erkennen, dass sie in eine unethische Situationen hineingeraten. Moralische Urteile werden in der Regel intuitiv getroffen, noch bevor man sich über die ethischen Konsequenzen seines Handelns im klaren wäre. Die Aufgabe eines Compliance-Beaufragten wäre es deshalb, Mitarbeiter auf diese sogenannten Blind Spots aufmerksam zu machen. Ein weiterer psychologischer Mechanismus, der zu unmoralischen Verhalten führen kann, sei das sogenannte Moral-Self-Licensing. Demnach neigen vor allem Menschen, die von sich denken, dass sie sich besonders moralisch oder ethisch verhalten, zu Fehltritten.

Oktober 2015 | Wirtschaftswoche | Sicherheit

Digitalisierung

Nach rund sechsmonatiger parlamentarischer Beratung ist in Deutschland Mitte Juli das IT-Sicherheitsgesetz in Kraft getreten. In Zukunft sollen Betreiber sogenannter kritischer Infrastrukturen aus den Bereichen Energie, Informationstechnik und Telekommunikation, Transport und Verkehr, Gesundheit, Wasser, Ernährung sowie Finanz- und Versicherungswesen erhebliche IT-Sicherheitsvorfälle an das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) melden. Sofort gilt diese Meldepflicht für Telekommunikationsfirmen. Diese sind ab sofort verpflichtet, ihre Kunden zu warnen, wenn ihnen verdächtige Datenbewegungen auffallen, wie sie zum Beispiel durch ein Botnetz generiert werden. Provider dürfen im Rahmen einer sogenannten „freiwilligen Vorratsdatenspeicherung“ zudem Daten bis zu sechs Monate lang speichern. Ebenso stehen die Betreiber von Kernkraftwerken ab sofort in der Meldepflicht. Für alle sonstigen Betreiber kritischer Infrastrukturen gilt die Neuregelung erst, wenn eine zusätzliche Rechtsverordnung in Kraft tritt, in der Einzelheiten geregelt werden.