»4 von 5 Digitalisierungsprojekten scheitern«

Dezember 2019 | Wirtschaftswoche | Der starke Mittelstand

»4 von 5 Digitalisierungsprojekten scheitern«

Beitrag von Alpha Beta Company Builder

Dr. Johannes Matthias, CEO; Nico Bödeker, Managing Partner | Alpha Beta Company Builder
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Aus Ihrer langjährigen Erfahrung: Tut sich der Mittelstand tatsächlich schwer mit Digitalisierung?
NB: Erfahrungsgemäß scheitern 4 von 5 Digitalisierungsprojekten. Eine gute Idee ist das Fundament, die Königsdisziplin ist aber die Execution. Die Stolpersteine: lange Entscheidungsprozesse/Entwicklungszeiträume, kaum Hypothesenprüfung, Mangel an Identifikation/Drive und zu viele Entscheider.
JM: Grundsätzlich hat der Mittelstand alle Voraussetzungen. Dennoch beobachten wir, dass man sich mit dem Thema schwer tut: Mit hohen Budgets wird verzweifelt versucht die Digitalisierungsherausforderungen zu lösen, nur um festzustellen, dass es bereits bessere Lösungen am Markt gibt oder teuer entwickelte Komponenten unnötig sind.

Was ist die Lösung?
NB: Denken wie Investoren, handeln wie Startups. Gerade letzteres fällt schwer. Denn die Strukturen, die dem Mittelstand seinen Erfolg verleihen, können wie eine Bremse wirken.
JM: Die Investorenperspektive sollte früh eingenommen werden. Externe Experten als Sparringspartner sind hilfreich. Häufig gibt es bereits existierende Lösungen von Startups, die wir mit dem Mittelstand verbinden und somit viel Arbeit und Kopfzerbrechen sparen.

Und ganz konkret: Was raten Sie als Company Builder?
JM: Startups sind auch für den Mittelstand eine Chance. Im Rahmen der Digitalisierungsstrategie sollte man früh nach möglichen Kooperationen suchen, um günstige und schnelle Lösungen zu sichern.
NB: Sind externe Lösungen nicht verfügbar, sollte schnellstmöglich ausgegründet und in Sprints ein Prototyp/MVP entwickelt werden. Ideal treibt ein Seriengründer das Thema voran.


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