Thüringen fördert junge Unternehmen und Start-ups

Januar 2017 | Capital | Unternehmertum

Thüringen fördert junge Unternehmen und Start-ups

Beitrag von Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft

Thüringer Ministerium für Wirtschaft, Wissenschaft und Digitale Gesellschaft / Unternehmensbeitrag

Die Digitalisierung prägt unseren Lebensalltag, und dieser Wandel hat längst auch die Wirtschaft erfasst. Mit einem „Aktionsprogramm“ geht Thüringen nun einen entscheidenden Schritt, um die Unternehmen im Freistaat bei ihrer Entwicklung zu einer Wirtschaft 4.0 zu unterstützen. Zur Umsetzung dieses 10-Punkte-Programms stellt der Freistaat bis 2020 insgesamt 100 Millionen Euro zur Verfügung.

Unternehmensgründungen sind die „Geburten“ der Wirtschaft, junge Unternehmen beschleunigen mit ihren Neuentwicklungen, mit innovativen Produkten und Dienstleistungen den Transformationsprozess der Wirtschaft. Deshalb hat das Thüringer Wirtschafts- und Wissenschaftsministerium zwei neue Kapitalbeteiligungsfonds aufgelegt, den Thüringer Start-up-Fonds (TSF) und den WachstumsBeteiligungsFonds (WBF). Vom TSF profitieren junge, wissens- und technologieintensive Unternehmen sowie innovative Unternehmen mit hohem Wachstumspotential. Der Fonds ist mit insgesamt 18,75 Millionen Euro ausgestattet. Nach der erfolgreichen Gründungsphase sichert der WBF die Stabilisierung des Geschäftsbetriebs und die Markteroberung. Hier stehen insgesamt 37,5 Millionen Euro an Beteiligungen zur Verfügung.

Diese Instrumente fügen sich in Thüringen nahtlos ein in eine umfassende Gründerbetreuung, die alle Phasen der Existenzgründung abdecken. Das reicht von der Unterstützung bei der Erstellung von Businessplänen über die Gründerprämie bis hin zur Beratung bei Unternehmensnachfolgen. Alle Instrumente und Aktivitäten sind gebündelt im „Thüringer Zentrum für Existenzgründungen und Unternehmertum“ (ThEx). Der Erfolg gibt uns Recht: Die innovativen Gründungen im Freistaat sind zuletzt deutlich (um fast ein Drittel) angestiegen, beim wichtigen Anteil von GmbH-Gründungen und solchen mit besonderer betriebswirtschaftlicher Substanz liegt Thüringen erheblich über dem Bundesschnitt. Die IT- und Digitalisierungsbranche hat daran einen nicht unerheblichen Anteil.

Thüringen ist es wichtig, die Digitalisierung in unterschiedlichen Bereichen konkret ankommen und spürbar werden zu lassen. Deshalb wurde ein Projektfonds „Digitale Innovation“ eingerichtet, mit dem Projekte im Bereich Kooperative Wertschöpfung und  Plattformökonomie gefördert werden. Als Servicestelle für die Wirtschaft wurde in Thüringen ein Kompetenzzentrum Wirtschaft 4.0 eingerichtet. Mit dem neuen „Forum Digitale Wirtschaft“ wurde eine branchenübergreifende Plattform für Entwickler und Anwender von digitalen Lösungen und Systemen konzipiert. Sie soll den Informationsaustausch, Veranstaltungen und Kooperationsprojekte organisieren. Das Modellprojekt „Digitaler Bürgerhaushalt“ soll erproben, wie Mitwirkung durch digitale Instrumente verbessert werden kann. Und in der Ostthüringer Stadt Gera wird derzeit mit dem „Pilotprojekt Freifunk“ getestet, wie mit bürgerschaftlichem Engagement ein Oberzentrum flächendeckend mit mobilen Netzzugängen ausgestattet werden kann. Ziel: freies W-LAN für alle. Denn der Zugang zum Internet hat auch eine soziale Komponente: Wer sich kein Internet leisten kann, bleibt von Information, Wissen und Entwicklungen abgehängt.

Thüringen soll ein Vorreiter der Digitalisierung in Deutschland werden. Der Freistaat in der Mitte Deutschlands spiegelt mit seinen mittelgroßen, mittelständischen, teilweise ländlichen Strukturen dabei sehr gut jene Realität wider, in der die Digitalisierung ihren Nutzen und ihre Innovationskraft letztlich unter Beweis stellen muss.

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