September 2017 | Capital | Global Business

»Daten und Personal sind die Rohstoffe der Zukunft«

Gunnar Meister und Jan Stenger von AUCKLAND PARTNERS über Chancen und Herausforderungen der Globalisierung.

Gunnar Meister, Partner, Auckland Partners; Jan Stenger, Gründer, Auckland Partners
Auckland Interim GmbH & Co. KG / Unternehmensbeitrag

Die Welt wird unsicherer – Gefährdet neuer Protektionismus unseren Mittelstand – Globalisierung als Auslaufmodell?
G.M.: Nach Jahren der Internationalisierung sind viele Mittelständler inzwischen global aufgestellt.  Waren es zuerst niedrige Arbeitskosten, ist es heute die Kundennähe, die ein wesentlicher Treiber für die Globalisierung ist. Schnelles Reagieren auf Kundenbedürfnisse, Anpassung an lokale Märkte und eng verknüpfte Lieferketten sind heute häufig wichtiger als billige Arbeitskraft.
J.S.: Nicht zu vergessen der Technologiedruck, der alles beschleunigt: Industrielle Losgröße 1, smarte, lokale Produktionen – jeder will alles überall und jederzeit. Wir beobachten, dass in vielen Branchen nun Innovation der Treiber der nächsten Globalisierungsphase und internationalen Arbeitsteilung ist,  Stichwort Agilität, Digitalisierung, disruptive Geschäftsmodelle. Dafür benötigen wir aber andere Talente und Organisationen.
 

Sie sind international aufgestellt. Spüren Sie aktuell Veränderungen im Markt?
J.S.:  Wir spüren bei unseren Kunden Veränderungsdruck und massive Verknappung von Fachkräften. Hier dreht sich gerade der Markt und verlangt neue Ansätze. Mit Dienstwagen und der Aussicht auf 250 Euro Betriebsrente begeistern Sie heute keinen Experten mehr für einen unbekannten Mittelständler in einer abgelegenen Region. Schauen wir ins Silicon Valley: Flache Hierarchien, projekt-bezogenes Arbeiten, coole Arbeitsatmosphäre – der Wettbewerb um die besten Talente ist längst im Gange und global.
G.M.: Das ist einer der Gründe, warum Interim Management derzeit boomt – inzwischen auch für junge Talente, wie wir es ebenfalls anbieten. Unternehmen brauchen immer häufiger zeitlich begrenzt Fachleute, um Transformationen zu steuern. Häufig fehlt intern die Kapazität, das Expertenwissen oder man will einen Interim-Ansatz mit Festanstellung kombinieren. Dann kommen wir ins Spiel.
 

Wie kann sich der deutsche Mittelstand hier weiterhin international behaupten?
J.S.: Die Rohstoffe der Zukunft sind Daten und Personal. Und Wettbewerb um Talente wird immer häufiger über Standortqualität, Arbeitsumfeld, Unternehmenskultur und Agilität bestimmt. Krawatte, Karriereleiter und Einzelbüro sind Auslaufmodelle in der digitalen Zukunft.
G.M.: Diesen Kulturwandel voranzutreiben, sehen wir als einer der vordringlichsten Aufgaben des Topmanagements – es geht um den zukünftigen Engpassfaktor „Human Resource“. Projektbezogene Expertise und Umsetzungskompetenz als Ergänzung zu internen Teams spielt hierbei eine entscheidende Rolle.
 

Sie bieten dem deutschen Mittelstand einen direkten Draht ins Silicon Valley. Warum?
J.S.: Digitale Innovation findet heutzutage in einem weltweiten Ökosystem statt, zu dem der Mittelstand nur schwer Zugang findet. Unser Partner Sherpa ist einer der renommiertesten Akteure im Valley und hat mit Facebook, Uber, Airbnb und SpaceX eine beindruckende Erfolgsstory hingelegt. Als Innovationsplattform  ist Sherpa Foundry  eine attraktive Option für den Mittelstand, um beim globalen digitalen Wandel ganz vorne dabei zu sein.

 

SERVICES VON AUCKLAND PARTNERS

Auckland Partners bietet Personal- und Transformationslösungen und unterstützt beim Produkt- und Geschäftsaufbau mit:

+ Interim-Management
+ Führungskräfte- & Expertensuche
+ Teams und Experten für Operations & Transformation
+ Aktive Begleitung von Digitalisierung & Expansion

Das Unternehmen unterhält Niederlassungen in DACH, Frankreich, USA und ist europäischer Partner der Innovationsplattform Sherpa Foundry als Mittler zwischen etablierten Industrieunternehmen und der Innovations-Industrie.

www.aucklandpartners.com/de