So wird das eigene Zuhause Wirklichkeit

Mai 2019 | Wirtschaftswoche | Bauen & Wohnen der Zukunft

So wird das eigene Zuhause Wirklichkeit

Eine eigene Immobilie ist für viele Menschen ein Traum. Und gleichzeitig ihre wohl größte Investition. Über Ängste beim Immobilienkauf und wie man sie überwindet.

Mirjam Mohr ist Vorständin des Privatkundengeschäfts bei der Interhyp AG in München.
Interhyp AG / Unternehmensbeitrag

Wenn ich jetzt nicht zuschlage, finde ich kein Objekt mehr.
Weil die Zinsen noch immer niedrig sind, ist der Kaufboom ungebrochen. Passende Objekte sind insbesondere in Ballungsräumen schwer zu finden.

Das erhöht den Druck auf potenzielle Käufer und erzeugt die Angst, dass man nichts mehr findet, wenn man nicht sofort zuschlägt. Trotzdem sollte man nicht hektisch die erstbeste Immobilie kaufen. In der Regel ist es die größte finanzielle Entscheidung im Leben. Sie sollte zur aktuellen wie zur künftigen Lebenssituation passen. Natürlich muss man Kompromisse eingehen, allerdings sollten sie nicht zu groß sein. Ein Beispiel: Wer in der Stadt leben will, bekommt vermutlich nicht die 120-Quadratmeter-Wohnung mit Garten direkt im Zentrum gelegen. Vor allem, wenn das Budget begrenzt ist. Vielleicht ist doch die nicht so zentral gelegene Wohnung mit Balkon realistisch. In solchen Situationen sollte man sich fragen: Was ist mir wichtig und wie stehe ich in zehn Jahren dazu?
 

Bei diesen niedrigen Zinsen muss ich kaufen.
Ob es rentabler ist zu kaufen, statt zu mieten, kann man nicht pauschal sagen. Es hängt zum einen von der Struktur der Finanzierung ab. Zum anderen wirkt sich der Standort auf das Ergebnis aus. Eine Immobilie ist eine langfristige Investition. Vor allem in Ballungsgebieten spüren die Käufer zurzeit nicht unmittelbar eine Ersparnis. Allerdings ist der Kauf auf 20 bis 30 Jahre betrachtet meist die günstigere Alternative. Wer unsicher ist, kann die Varianten durchrechnen. Auf www.interhyp.de gibt es Miet-Kauf-Rechner, die ein konkretes Ergebnis liefern. Wer sich lieber persönlich beraten lassen möchte, kann sich an einen unserer Finanzierungsberater in seiner Nähe wenden, die die Angebote von über 400 Darlehensgebern vergleichen. Ein Tipp: nie den erstbesten Darlehensvertrag unterschreiben. Wer sich umfassend beraten lässt und Angebote vergleicht, spart meist viel Geld.
 

Kann ich mir meine Wunsch-Immobilie überhaupt leisten?
Die entscheidende Frage: Wie hoch darf die Rate sein, damit ein Urlaub oder das Abendessen im Restaurant noch möglich sind? Ein Blick auf die monatlichen Ausgaben hilft: Als Richtwert gilt, dass die Darlehensrate 40 Prozent des verfügbaren Nettoeinkommens nicht überschreiten sollte. Das Eigenkapital sollte beim Kauf einer selbst genutzten Immobilie mindestens 20 Prozent des Kaufpreises betragen. Jedoch sinkt der Zinssatz mit der Höhe des Eigenkapitals. Daher ist es hilfreich, so viel eigenes Geld wie möglich einzubringen.
 

In zehn Jahren kann ich mir die Immobilie vielleicht nicht mehr leisten.
Auch bei diesem Punkt können Käufer gelassener sein. Inzwischen kann man Zinsen bis zu 40 Jahre fixieren. Das gibt Planungssicherheit und bei ausreichend hoher Tilgung reduziert es die Gefahr deutlich höherer Zinsen bei der Anschlussfinanzierung. Aktuell empfiehlt sich eine Tilgung von drei Prozent. So ist nach Ablauf der Festschreibung ein Großteil der Schuld bereits getilgt, und die monatliche Rate ist selbst dann tragbar, wenn die Anschlussfinanzierung in eine Hochzinsphase fällt. Eine weitere Option ist ein Volltilger-Darlehen. Bei dieser Variante zahlt der Kunde das Darlehen innerhalb eines festgelegten Zeitraums vollständig zurück und ist dann schuldenfrei.


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