Intelligenz kommt ans Licht

Dezember 2015 | Handelsblatt | Energien der Zukunft

Intelligenz kommt ans Licht

Interview mit Dietmar Zembrot CTO; TRILUX Group

TRILUX GmbH & Co. KG / Unternehmensbeitrag

Herr Zembrot, was ist intelligentes Licht?

 

Licht hat so viel mehr Funktionen als die reine Beleuchtung. Richtig eingesetzt kann es Wohlbefinden unterstützen, unsere Konzentrations- und Leistungsfähigkeit steigern, Emotionen fördern und sogar unsere Sicherheit erhöhen. Denken Sie an ein Klassenzimmer, in dem das Licht je nach Steuerung beruhigend oder auch anregend wirken kann. Alles was Sie hierfür brauchen, ist ein intelligentes Lichtmanagement, das nicht nur neue Funktionen bietet, sondern auch die Planung und Installation ganz einfach macht. 

 

Und das ist Ihnen mit LiveLink gelungen?

 

Ja, denn für LiveLink haben wir unser Know-how mit Steinel, dem Spezialisten aus der Sensortechnologie gebündelt. Hinzu kommen selbsterklärende Software-Tools mit grafischen Bedienoberflächen. Besonderen Wert haben wir zudem drauf gelegt, dass alle Komponenten nahtlos ineinandergreifen. Das Ergebnis: Ein einfaches Lichtmanagement, das für alle – Betreiber, Planer, Installateure und Anwender – eine auf die individuelle Nutzung zugeschnittene Lösung bietet. 

 

Und gleichzeitig Energie spart. 

 

Richtig. Pauschal kann man sagen, dass ein Einsparpotenzial zwischen 50 und 60 Prozent möglich ist, teilweise sogar mehr. Zwar werden unsere Lichtquellen nicht zuletzt dank LED ohnehin immer effizienter, gleichzeitig wird Licht aber auch immer breiter eingesetzt. Denken Sie an Parks, in denen Bäume beleuchtet werden, oder an die Fassadenbeleuchtung in vielen Innenstädten. Der emotionale Mehrwert von Licht wird heute wesentlich stärker genutzt und intelligente Lichtmanagement-Systeme können dafür sorgen, dass diese stärkere Nutzung gleichzeitig energie-effizient erfolgen kann. 

 

Wie hoch ist das Einsparpotenzial theoretisch?

 

In Europa werden derzeit rund 16, weltweit sogar 19 Prozent der gesamten Energie für Licht eingesetzt. Kämen überall dort, wo es sinnvoll ist, auch Lichtmanagement-Systeme zum Einsatz, könnten wir allein in Deutschland wahrscheinlich auf bis zu drei Kernkraftwerke verzichten. 

 

Dietmar Zembrot; CTO TRILUX Group

 

www.trilux.com/livelink